Bürgerproteste im Fernsehen: „Hallo Niedersachsen“ berichtet im NDR und REPORT München in der ARD

Das NDR-Fernsehen berichtet in der regionlane Nachrichtensendung „Hallo Niedersachsen“ in einer Wochenserie unter dem  Titel „Wutbürger und Bürgerprotest“ über die Protestkultur in Niedersachsen,

Bundesweit berichtete REPORT MÜNCHEN für die ARD am 11.11.2014  unter dem Titel „Belastetes Trinkwasser, beißender Gestank – Bürgerproteste gegen neue Tiermastanlagen“  über den Widerstand der Bürger gegen die Agrarindustrie.

Hier die Beiträge von NDR und ARD:

Und ab 20.11.2014 startet die renommierte Wochenzeitschrift DIE ZEIT eine 4-teilige Serie über Agrarindustrie und den Widerstand dagegen im Wirtschaftsteil unter dem Titel „Tödliche Keime“.

Mangelnde Kontrolle bei Gutachten durch Landkreis Oldenburg?

Der Verein Bündnis MUT um seinen sehr umtriebigen Vorsitzenden Wilfried Papenhusen aus Großenkneten-Gut Moorbeck (LK Oldenburg), Mitglied im LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken, setzt sich seit Jahren gegen Agrarfabriken ein.

In einer sehr umfangreichen, detaillierten und fachlich äußerst fundierten Präsentation hat Bündnis MUT-Vorstandsmitglied Uwe Behrens in einer anberaumten Pressekonferenz am 07.05.2013 in Großenkneten-Gut Moorbeck den anwesenden Journalisten sachlich und nüchtern die Fakten vorgestellt und erläutert.

Nach über 40 genehmigten Massentierställen in den letzten Jahren und über 50 vorliegenden Anträgen hat man bei Bündnis MUT die vom Landkreis Oldenburg praktizierte Vorgehensweise bei Genehmigungsverfahren sehr genau analysiert und dabei zum Teil gravierende Mängel festgestellt.

Dabei hat Bündnis MUT den Sachverstand des sehr renommierten Sachverständigen für Immissionsschutz, Dipl.-Ing. Knut Haverkamp aus Liebenburg, hinzugezogen. Der anerkannte Fachmann hat in der Pressekonferenz  auf Gut Moorbeck in Großenkneten u.a. bestätigt, dass aufgedeckte Mängel bei den von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Oldenburg, erstellten Gutachten vom Landkreis Oldenburg nicht entdeckt, zumindest aber nicht bemängelt worden waren und dass es nicht zur Genehmigung hätte kommen dürfen.

Der bei der Pressekonferenz ebenfalls anwesende Sprecher des LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken, Michael Hettwer aus Barsinghausen (Region Hannover), erklärte dazu, dass es sich um einen Skandal erster Güte handelt, wenn in einem Genehmigungsverfahren vorgelegte Gutachten bereits vorhandene Immissionen nicht beachtet und von der Genehmigungsbehörde diese offensichtlichen Mängel nicht entdeckt worden sind.

In einem Fall hat wurde im Gutachten in einer Landkarte der Ausschnitt so gewählt, dass mehrere vorhandene Stallanlagen in der Nähe von Wohnbebauung nicht mehr sichtbar waren, obwohl diese deutlich näher als die geplante Anlage an der Wohnbebauung liegen.

„Dies grenzt für mich schon fast an Betrug oder Vorsatz“, erklärte Hettwer noch während der laufenden Pressekonferenz und kündigte an, dass  das gesamte Netzwerk der über 130 in Niedersachsen zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen, Verbände und Organisationen mit über 250.000 Mitgliedern und Unterstützern alles daran setzen wird, diese offensichtlichen Misstände bei Genehmigungsverfahren im Landkreis Oldenburg abzustellen und – soweit möglich – zu korrigieren und Bündnis MUT bei den noch anhängigen Verfahren nach besten Kräften – auch bei dem anstehenden Genehmigungsverfahren für den geplanten Geflügelschlachthof in Großenkneten-Ahlhorn – zu unterstützen.

„Wenn der Landkreis Oldenburg augenscheinlich nicht die fachliche Qualifikation besitzt, die diffizilen Aspekte bei den Verfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) hinlänglich zu prüfen, wäre es doch angebracht, diese der Zentralstelle in Niedersachsen beim Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim zur Überprüfung zu geben, als einfach Anträge auf Grund falscher oder mangelhafter Punkte zu genehmigen“, fordert Hettwer.

Nachfolgend die Presseartikel (wird aktualisiert):