Ein Beispiel wie Politiker nicht agieren sollten

„Hast du einen Opa, dann schick in nach Europa“ war das geflügelte Wort für Parteien, altgedienten Parteimitglieder mit Geld, Renomeé und Wichtigkeit auszustatten und sie in ds Europaparlament zu entsenden, ohne dass sie besondere Kenntnisse oder Engagement einbrigen mussten. Diese Zeiten sollten eigentlich vorbei sein und es gibt heute sicherlich etliche engagiert und fachlich versierte MdEP´s (Mitglieder des Euro- päischen Parlaments). Und beleibe sind nicht alle Großeltern.

Was sich die SPD-EU-Abgeordnete Maria Noichl in ihrer Antwortmail (s. 2.) zu den Forderungen und aufklärenden Informationen von G. Heybrock (s. 1.) veranlasste, ist nicht nachvollziehbar und lässt viele Beobachter nur mit dem Kopf schütteln: jeder und jedem steht es aber frei, sich so gut zu blamieren, wie es halt geht. Oder sollten hier sogar die Lobbyisten ihre Hände im Spiel gehabt haben und ganze Arbeit gemacht haben?

Prof. Dr. med. Klaus Hamper hat in seiner Antwort (s. 3.) es sehr treffend ausgeführt: „…törichte Antwort von einem Poliiker-Darsteller …“

Solche Art von „Politikern“ sind viele Menschen im Land leid und tragen zur Politikver- drossenheit massgeblich mit bei.

Nachfolgend der aufschlußreiche Schriftwechsel:

  1. MAIL 21-10-2014 GERHRD HEYBROCK AN DIE DEUTSCHEN MITGLIEDER DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS
  2. ANTWORTMAIL  MARIA NOICHL, MdEP (SPD) ZU 1
  3. MAIL PROF. DR. KLAUS HAMPER AN MARIA NOICHL MdEP (SPD) ZU IHRER „ANTWORT“ ZU 2.

Pressemitteilung AbL: AbL ruft Steinbrück zur Absage an SPD-Agrarindustrie-Connection auf

Pressemitteilung
AbL ruft Steinbrück zur Absage an SPD-Agrarindustrie-Connection auf

Klaus Wiesehügel als „Genosse der Agrarindustrie-Bosse“ weiter im SPD-Kompetenzteam?
Proteststurm auch innerhalb der SPD    

Eine weitere massive Verringerung der Wahlchancen der SPD erwartet die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) als Folge des Eintretens von Klaus Wiesehügel, Mitglied des Kompetenzteams von Kanzlerkandidat Steinbrück, für noch mehr agrarindustrielle Tierhaltungsanlagen, eine „großstrukturierte Landwirtschaft“ mit immer mehr Lohnarbeitskräften und weniger Bauern und sogar für den Einstieg außerlandwirtschaftlicher Investoren in die Landwirtschaft. Gleichzeitig begrüsste die AbL den Proteststurm außerhalb und innerhalb der SPD gegen diesen neuerlichen Versuch einer alten innerparteilichen „Agrarindustrie-Connection“, gemeinsam mit Agrarindustrielobby und Bauernverbandsspitze die Beschlüsse der Partei gegen Massentierhaltung und gegen den Bau gewerblicher Tierfabriken zurückzudrehen. Zu dieser „Connection“ gehörten viele ostdeutsche SPD-Landespolitiker rund um Till Backhaus, die seit der Wende bis heute die Privilegien und Subventionen agrarindustrieller LPG-Nachfolgebetriebe stützten und den Einstieg von riesigen Tierhaltungskonzernen begünstigten. Hierzu gehörten leider auch einige SPDler aus den Intensivhaltungsregionen, aus den Gewerkschaftsbereichen der Schlacht- oder Gentechnik-Konzerne und aus der agrarindustrienahen Tierärzteschaft.

Der AbL-Agrarindustrie-Experte Eckehard Niemann bezeichnete Wiesehügel als „Genosse der Agrarindustrie-Bosse“. Wiesehügel habe anlässlich seines Rücktritts als Vorsitzender der Agrargewerkschaft IG BAU schon eine verheerende Bewertung aus Kreisen seiner Gewerkschaftsekretäre erhalten – auch hinsichtlich der Entlohnung der im Agrarbereich tätigen Arbeitnehmer. Jetzt habe Wiesehügel offenbar das abstruse Ziel, durch die Förderung neuer Agrarindustrie-Konzerne eine größere Zahl von Lohnarbeitern und möglichen Gewerkschaftsmitgliedern zu schaffen. Dies gehe nicht nur zynisch an der prekären Lage der in diesen Bereichen zumeist tätigen Leih- und Werkvertragsarbeiter vorbei, sondern vor allem auch an der breiten gesellschaftlichen Bewegung „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“.

Die AbL rief SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück auf, die Fehler seines Vorgängers Steinmeier nicht zu wiederholen, der vor 4 Jahren den ostdeutschen Bauernverbands-Spitzenfunktionär und Agrarindustriellen Udo Folgart in sein Kompetenzteam berufen hatte und der jüngst noch beim Bauernverband die ostdeutschen Agrarindustrie-Betriebe schöngeredet habe. Auch Steinbrücks agrarpolitischer Erst-Auftritt bei der Grünen Woche im Januar mit Backhaus sei bereits ein fatales Signal gewesen an die gleichzeitig draußen für eine Agrarwende demonstrierenden 25.000 Menschen. Wie man mit einer bürgerorientierten Agrarpolitik Wahlen gewinnen könne, so die AbL, könne Steinbrück am Beispiel Niedersachsens sehen, wo SPD und Grüne in ihrer Koalition gemeinsam eine „sanfte Agrarwende“ zugunsten von Bauern, Verbrauchern, Tieren, Umwelt und ländlichen Räume begonnen hätten.

3.115 Zeichen   –   03.09.2013

Hier weiterführende Informationen über Klaus Wiesehügel.

 

Ergebnis der Mitgliederbefragung des Landesnetzwerk Niedersachen

Zur Umfrage vom 23.01.2013 bei den Mitgliedern unseres Landesnetzwerks (nachzulesen auf diesem Link) sind ungewöhnlich viele und ausführliche Antworten eingegangen.

Die Zusammenfassung und unsere Pressemitteilung sind heute (31.01.2013) veröffentlicht worden.