Ein Beispiel wie Politiker nicht agieren sollten

„Hast du einen Opa, dann schick in nach Europa“ war das geflügelte Wort für Parteien, altgedienten Parteimitglieder mit Geld, Renomeé und Wichtigkeit auszustatten und sie in ds Europaparlament zu entsenden, ohne dass sie besondere Kenntnisse oder Engagement einbrigen mussten. Diese Zeiten sollten eigentlich vorbei sein und es gibt heute sicherlich etliche engagiert und fachlich versierte MdEP´s (Mitglieder des Euro- päischen Parlaments). Und beleibe sind nicht alle Großeltern.

Was sich die SPD-EU-Abgeordnete Maria Noichl in ihrer Antwortmail (s. 2.) zu den Forderungen und aufklärenden Informationen von G. Heybrock (s. 1.) veranlasste, ist nicht nachvollziehbar und lässt viele Beobachter nur mit dem Kopf schütteln: jeder und jedem steht es aber frei, sich so gut zu blamieren, wie es halt geht. Oder sollten hier sogar die Lobbyisten ihre Hände im Spiel gehabt haben und ganze Arbeit gemacht haben?

Prof. Dr. med. Klaus Hamper hat in seiner Antwort (s. 3.) es sehr treffend ausgeführt: „…törichte Antwort von einem Poliiker-Darsteller …“

Solche Art von „Politikern“ sind viele Menschen im Land leid und tragen zur Politikver- drossenheit massgeblich mit bei.

Nachfolgend der aufschlußreiche Schriftwechsel:

  1. MAIL 21-10-2014 GERHRD HEYBROCK AN DIE DEUTSCHEN MITGLIEDER DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS
  2. ANTWORTMAIL  MARIA NOICHL, MdEP (SPD) ZU 1
  3. MAIL PROF. DR. KLAUS HAMPER AN MARIA NOICHL MdEP (SPD) ZU IHRER „ANTWORT“ ZU 2.

***UPDATE*** Missbraucht ein Großverleger seine Medienmacht?

Dr. Dirk Ippen ist ein für die breite Öffentlichkeit eher unbekannter Verleger.

Dabei ist er doch einer der größten Zeitungsverleger in Deutschland, wie die Liste deutscher Zeitungen und weitere Informationen deutlich machen.

In einem  Kommentar vom 03.08.2013 in den diversen Zeitungen seines Imperiums übernimmt der Großverleger Ippen vollkommen undifferenziert Parolen des Deutschen Bauernverbands (DBV) / Landvolks. Und damit gibt er natürlich die  Linie für viele um objektive Berichterstattung bemühte Journalisten seiner Zeitungen vor, die sich zum Teil kaum noch trauen werden, gegen diese „Vorgaben“ ihres Bosses zu schreiben.

Perfide ist jedoch die Tatsache, dass Ippen in seiner E-Mail vom 04.08.2013 als Antwort auf einen Leserbrief vom 03.08.2013 versucht, sein Vorgehen als „Belebung“ seiner Zeitungen zu erklären und um diese noch „interessanter “ zu machen. Dass er dabei nicht offenlegt, dass er seinen Kommentar nicht nur in einer seiner Zeitungen hat publizieren lassen, nährt den Verdacht, dass er seine konzertierte Aktion nicht offen legen möchte.

Man darf gespannt sein, ob Ippen auf die an ihn direkt gerichte E-Mail vom 04.08.2013 und zu den dort gestellten Fragen hinsichtlich seiner geschäftlichen Verflechtungen mit dem Bauernverband und etlichen seiner Funktionäre offen und ehrlich antwortet. Auch die Tatsache, dass er selbst (Mit-) Besitzer eines Großagrarbetriebes ist, hat mehr als ein Geschmäckle.

Interessant am Rande ist noch, dass ein Teil seines Kommentars verdächtig nahe an einem Artikel der Tageszeitung DIE WELT vom 02.08.2013 sind. Zufall? Abgestimmte Aktion? Oder schlicht nur abgeschrieben?

Mittlerweile gibt es erste empörte Reaktionen auf die Vorgehensweise des Dr. Ippen:

Es wird sicherlich viele Leserreaktionen geben. Man darf sehr gespannt sein, wie die Redaktion mit der Kritik an ihrem Verleger umgehen und ob sie diese veröffentlichen.

Ja, Dr. Ippen hat „geantwortet“: mit E-Mail vom 05.08.2013.

Dazu wurde im mit E-Mail vom 07.08.2013 nochmals ausführlich geantwortet.

Übrigens: Eine der Zeitungen an der Dr. Ippen bzw. seine Gruppe beteiligt ist, hat eine Rüge des Deutschen Presserats bekommen. Man will nicht hoffen, dass dieser Stil repräsentativ für alle Zeitungen der Ippen-Gruppe ist.