Landesnetzwerk Niedersachsen trauert um Michael Hettwer

In tiefer Trauer verabschieden wir uns von Michael Hettwer, der am 4. März 2015 im Alter von 58 Jahren für immer von uns gegangen ist.
Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt besonders seiner Frau Karin und seiner ganzen Familie.

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Ergänzung vom 07.04.2015 Danksagung Michael

Michael Hettwer Als unermüdlicher Streiter für die Interessen von Menschen, Tieren und der Umwelt hat Michael uns alle immer wieder zum Weitermachen motiviert und mit seinen Ideen neue Wege vorbereitet, von denen unsere gesamte Bewegung lange über seinen Tod hinaus profitieren wird.

Neben seiner Tätigkeit als Vorsitzender der BIM [BürgerInitiative Munzel] war Michael entscheidend an der Gründung der „Calenberger Initiativen“ (einem regionalem Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und Verbänden) beteiligt. Noch im letzten Jahr begleitete er intensiv die Gründung der bundesweiten „Ärzteinitiative gegen Massentierhaltung“.

Die „Herzensangelegenheit“ von Michael Hettwer jedoch war das LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken, dessen Sprecher und Organisator er bis zuletzt war.

Unermüdlich unterstützte Michael Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung in ganz Niedersachsen und auch darüber hinaus mit Rat und vor allem auch Tat.

Wenn es darum ging die schädlichen Auswirkungen der agrarindustriellen Strukturen in unserem Land offenzulegen und für artgerechte und umweltverträgliche Tierhaltung ohne Agrarindustrie zu streiten, ging Michael keiner Diskussion aus dem Weg – mehr noch, hier war er in seinem Element. Mit seinen Rundbriefen und wortgewaltigen Kommentaren sowie über seine Internetseiten informierte er das Landesnetzwerkes und die Öffentlichkeit. Seine Meinung war sowohl in der Politik, der Presse wie auch in Rundfunk und Fernsehen immer wieder gefragt.

Nun ist diese Stimme für immer verstummt.

Michael, wir werden dich als Freund und Mitstreiter sehr vermissen. Aber, wie versprochen, werden wir in Erinnerung an dich in deinem Sinne konsequent und beharrlich weitermachen. Dein großes ehrenamtliches Engagement wird uns allen Vorbild und Ansporn zugleich sein.

Die Trauerfeier für Michael Hettwer findet am Donnerstag, den 12. März 2015, um 12 Uhr in der Friedhofskapelle in Groß Munzel, Holtensener Straße statt.
Die Familie bittet von Blumenschmuck und Kränzen abzusehen.
Stattdessen wird um eine Spende für
Nierentransplantierte Säuglinge, Kinder und Jugendliche gebeten.
Sonderkonto K. Hettwer, IBAN DE80251524900041091802, Kennwort: Michael

Zum Kondolenzbuch

Veröffentlichungen in der Presse:
Traueranzeige HAZ
Oldenburger Internetzeitung
Calenberger Online News
Trauriger Abschied HAZ

 

 

Landnetzwerk erfolgreich in Lohne

Das Landesnetzwerk Niedersachsen hat am Samstag, 22.11.2014 in „der Höhle des Löwen“ im südoldenburgischen Städtchen Lohne – in und um diese Region ist u.a. das Zentrum der Agrarindustriellen Tiermast und Fleischverarbeitung angesiedelt – in einer kurzfristig und spontan geplanten Aktion viel Aufmerksamkeit und Erfolg erzielt.

Es geht um die Erweiterung des Geflügelschlachthof der Fa. WIESENHOF in Lohne, die die eine Erhöhung der derzeitigen Schlachtkapazität von jetzt 320.000 Tieren/Tag um 112.000 Tiere/Tag auf 432.000 Tiere/Tag beantragt hat.

In Wietzen (Landkreis Nienburg) wurde vor gut 2 Jahren von WIESENHOF ein Neubau (bei gleichzeitiger Schließung des Altbetriebes dort) beantragt. Dort ergibt sich  eine Erhöhung um 110.000 Tieren/Tag. In Wietzen haben wir damals den Widerstand mit gut 900 Einwendungen organisiert. Und es gibt keine Genehmigung bisher!

Zusammen würden mit den neuen Schlachtkapazitäten in Wietzen und in Lohne eine Gesamtzahl von kanpp 70.000.000 Hühnern pro Jahr bedeuten- Für die Zusatzmenge von 222.000 Tieren/Tag wären weitere Neubauten von 230 Mastanlagen á 40.000 Hühner nötig.

Die drei vom Landesnetzwerk beteiligten Aktiven, Wilfried Papenhusen (Bündnis MUT/Großenkneten), Ulirch Schulze (proM.U.T. Springe e.V.) und Michael Hettwer (BIM [BürgerInitiative Munzel] e.V., Barsinghausen-Groß Munzel), die alle auch dem Sprecherkreise des Landesnetzwerk angehören, waren positiv erstaunt, über die Vielzahl der Menschen, die unbedingt eine Einwendung unterschreiben wllten (zeitweise gab es richtige Schlangen) und sich vehement gegen die ausufernde Agrarindustrie aussprachen. Darunter ehemalige WIESENHOF-Mitarbeiter und Verwandte von dort noch tätigen Mitarbeitern. Einige haarsträubende Informationen über die Zustände wurden übermittelt.

Zu der Aktion in Lohne hat das Landesnetzwerk Niedersachsen heute (23.11.2014) die folgende Medieninformation veröffentlicht:

Hier noch einige Fotos:

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Die Oldenburger Volkszeitung berichtete am 21.11.2014 von 200 Einwendungen aus Lohne die vor allem wegen des zunehmenden LKW-Verkehrs erhoben wurden:

 

 

Landkreis Holzminden: ein Stück aus dem Tollhaus / Landvolk: Eigennutz wieder einmal vor Allgemeinwohl

Wie kopf- und sinnlos der Landkreis Holzminden mit dem geplanten Bau einer Hühnermastanlage für 80.000 Tier umgeht, kann man hier nachlesen:

Unseren engagierten und couragierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern von der BI Tuchtberg ein herzliches Dankeschön für ihren unermüdlichen und erfolgreichen Einsatz.

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Und dass das Landvolk nicht vor fragwürdigen Mitteln zurückschreckt um Ihren Profit zu sichern, zeigt dieser Beitrag:

+++Update 25.11.2013+++ Maak van Nederland geen Megastal – Bericht von der Demonstration am 23.11.2013 in Bourtange/Niederlande (Provinz Groningen)

Am 23.11.2013 haben etwa 100 Menschen aus den Niederlanden und aus Deutschland gegen die Errichtung eines geplanten Kuhstalls für 2.000 (!!!) Tiere auf einem 10 Hektar großen Gelände in dem kleinen niederländischen Festungsstädtchen Bourtange (Teil der Gemeinde Vlagtwedde/Provinz Groningen) demonstriert.

Bourtange ist direkt an der Grenze Niederlande/Deutschland gelegen und grenzt an den niedersächsischen Ort Döpen im Landkreis Emsland.

Die von der ersten multinationalen Bürgerinitiative BI Ora und weiteren Organisationen wie Milieudefensie (Friends of the Earth), der niederländischen Partnerorganisation vom BUND, der Partij voor de Dieren – PvdD (Partei für die Tiere), GroenLinks Groningen organisierte Aktion sollte auf den Widerstand gegen Massentierhaltung auf beiden Seiten der Grenze hinweisen und u.a. auch für professionelle Filmaufnahmen eines niederländischen TV-Senders genutzt werden.

Etwa 30 Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus Deutschland vom LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken  speziell aus den grenznahen deutschen Bereichen – aber auch aus dem Oldenburgischen und der Region Hannover – haben durch die Teilnahme ihre Solidarität mit den niederländischen Freundinnen und Freunden gezeigt und verdeutlicht, dass die Massentierhaltung auf beiden Seiten der Grenzen zu Problemen und Gefahren führt.

Schon während der Proteste vor dem Gelände des geplanten Standorts für den Kuhstall für 2.000 Kühe war die Stimmung bei schönstem Sonnenschein bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut und freundschaftlich.

Viele eigens für die Protestaktion angefertigte Protestplakate, Banner und Transparente zeugten von der Kreativität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie auch die gezeigten Verkleidungen.

Im Anschluß fand  in der Festung Bourtange in malerischer und historischer Umgebung ein Treffen der niederländischen und deutschen Demonstranten in sehr angenehmer Atmosphäre statt.

Für die tolle und perfekte Organisation an dieser Stelle an Willie Raijmakers und Marco Bentz van den Berg ein heel hartelijk bedankt.

Nachfolgend erste Fotos und auch eines erstes Video (der in Arbeit befindliche TV-Beitrag sowie weitere Medienberichte folgen als Aktualisierung dieses Beitrages):

Hier die ersten Medienberichte: