Landkreis Holzminden: ein Stück aus dem Tollhaus / Landvolk: Eigennutz wieder einmal vor Allgemeinwohl

Wie kopf- und sinnlos der Landkreis Holzminden mit dem geplanten Bau einer Hühnermastanlage für 80.000 Tier umgeht, kann man hier nachlesen:

Unseren engagierten und couragierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern von der BI Tuchtberg ein herzliches Dankeschön für ihren unermüdlichen und erfolgreichen Einsatz.

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Und dass das Landvolk nicht vor fragwürdigen Mitteln zurückschreckt um Ihren Profit zu sichern, zeigt dieser Beitrag:

Pressemitteilung AbL fordert Differenzierung zwischen Bauernhöfen und Agrarindustrie – in den Medien aber auch in den Verlautbarungen des Bauernverbands

Pressemitteilung


AbL fordert Differenzierung zwischen Bauernhöfen und Agrarindustrie
– in den Medien aber auch in den Verlautbarungen des Bauernverbands
 

 

Anlässlich einer Protestmail-Aktion des Hannoverschen „Landvolk“-Landesbauernverbands gegen Aussagen in einem Kommentar der Redakteurin der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ), Carola Boese-Fischer, ruft die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) dazu auf, generell einen deutlicheren Trennungsstrich zwischen nachhaltig wirtschaftenden Höfen einerseits und agrarindustriell betriebenen Unternehmen andererseits zu ziehen. Dies gelte allerdings nicht nur für die Medien, sondern insbesondere auch für Bauernverbands-Funktionäre, die die unübersehbaren Fehlentwicklungen einer agrarindustriellen Wirtschaftsweise immer noch zu verdrängen und schönzureden versuchten – obwohl doch gerade die große Mehrheit der Landwirte dadurch unter Druck komme. Gerade letzteres habe die Hannoversche Allgemeine thematisiert.

 

In einem Satz des Kommentars der HAZ-Redakteurin werde leider fälschlicherweise und pauschal davon gesprochen, dass „die Landwirte“ (also alle Landwirte) den Äckern „das Letzte abpressen“ würden.  Es sei es wichtig und verständlich, dass nun viele konventionell und ökologisch wirtschaftende bäuerliche Betriebe auf eine Klarstellung drängten. Aus dem Kontext und aus einem weiteren Kommentar von Frau Boese-Fischer vom gleichen Tag gehe aber auch hervor, dass mit diesem missverständlichen Satz der schädliche Druck der Agrarindustrie und der agrarindustriellen Kursbestimmung der Agrarpolitik auf alle Landwirte deutlich gemacht werden sollte.

Die im Kommentar geschilderten Folgen, nämlich „durch Dünger und Pestizide ausgelaugte Böden, verseuchtes Grundwasser und ein dramatischer Rückgang der Artenvielfalt in Feld und Flur“, würden an anderer Stelle ausdrücklich „als Folgeschäden agrarindustrieller Produktionsweise“ bezogen auf „Großbetriebe, oft in der Hand von Agrarinvestoren, die den Großteil des Brüsseler Geldregens abbekommen“.  Deshalb plädiere der HAZ-Kommentar auch klar für eine gerechtere Verteilung der EU-Gelder zugunsten von „vier Fünfteln der Betriebe“, von mehr „Grün auf den Feldern“ und von „gewachsenen Kulturlandschaften“. Dagegen, so die AbL, sei eigentlich nichts einzuwenden.    

 

2.280 Zeichen    –    30.06.2013

Kreiszeitung: Hat ex-Landvolk-Chef mehr als eine Million Euro veruntreut?

Wie die Kreiszeitung in zwei Artikeln am 05. und 06.06.2013 berichtet, gibt es ein staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren gegen die früheren Vorsitzenden des Bauernverbandes Landvolk Grafschaft Diepholz e.V., Lothar Lampe.

Angeblich sollen über eine Million Euro veruntreut worden sein.

Hier die Artikel des Kreiszeitung:

Die Internetseite TopAgrar online berichtet am 07.06.2013.

Landwirtschaftsminister in Niedersachsen soll Christian Meyer werden – ein Kommentar von Michael Hettwer

Viele Mitglieder, die sich in Bürgerinitiativen gegen Agrarindustrie und deren negativen Auswirkungen engagieren, werden die heute verkündete Entscheidung der rot-grünen Verhandlungspartner in Niedersachsen zur personellen Besetzung des Chefsessels im Landwirtschaftsministeriums sehr begrüßen.

Christian Meyer, kurz nach der Wahlentscheidung von einigen als „Bauernschreck“ stigmatisiert, wird nach aller Wahrscheinlichkeit neuer Minister des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung (so der offizielle Name).

Damit wird der Wunsch vieler Menschen in ganz Niedersachsen erfüllt, denn über 2/3 aller Menschen in Niedersachsen wollen nach einer repräsentativen Umfrage kurz vor der Landtagswahl eine Veränderung in der Agrarpolitik und billigen die höchste Kompetenz aller Parteien auf dem Agrarsektor BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu. Insofern war es folgerichtig, dass die Koalitionäre dem agrarpoltischen Sprecher eben dieser Partei/Fraktion nunmehr die Verantwortung für dieses Ministerium übertragen.

Dass man dabei dem von Seiten des Bauernverbandes Landvolk Niedersachsen e.V. und der Agrarindstrie kurz nach der Wahl aufgebauten Druck gegen Meyer widerstanden hat, zeugt davon, dass man das Votum der Wähler verstanden hat.

Meyer wird nunmehr an die Herkulesaufgabe herangehen, die so genannte Agrarwende einzuleiten. Dass damit nicht das Ende vorhandener agroindustrieller Anlagen verbunden ist, sollte jedem klar sein. Wir leben in einem Rechtsstaat und der Bestands- und Vertrauensschutz ist ein hohes Gut.

Aber, Veränderungen u.a. bei Erlassen, Verordnungen, Klagerechten, Überwachung und den Subventionen werden kommen. NRW hat dabei zum Teil Vorlagen geliefert.

Massentierhaltung wird durch Bundesgesetze weitgehend beeinflusst und daher werden die engagierten Bürgerbündnisse ihre ganze Kraft jetzt auf die am 22.09.2013 stattfindenden Bundestagswahlen konzentrieren, um ihren Zielen weiter näher zu kommen.

Landvolkchef entschuldigt sich bei Pfarrverein

Zu den Denunziationsvorwürfen gegen das Landvolk Niedersachsen hat der Präsident des Landvolks, Hilse, sich in einem wortreichen Schreiben an den Hannoverschen Pfarrverein  entschuldigt.

Die Vertretung der Pastoren hat in einer Pressemitteilung hat diese Entschuldigung akzeptiert.

Der ursprüngliche Vorgang ist hier nachzulesen.