Landkreis Holzminden: ein Stück aus dem Tollhaus / Landvolk: Eigennutz wieder einmal vor Allgemeinwohl

Wie kopf- und sinnlos der Landkreis Holzminden mit dem geplanten Bau einer Hühnermastanlage für 80.000 Tier umgeht, kann man hier nachlesen:

Unseren engagierten und couragierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern von der BI Tuchtberg ein herzliches Dankeschön für ihren unermüdlichen und erfolgreichen Einsatz.

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Und dass das Landvolk nicht vor fragwürdigen Mitteln zurückschreckt um Ihren Profit zu sichern, zeigt dieser Beitrag:

Landwirtschaftsminister Christian Meyer: „Ausstieg aus der industriellen Massentierhaltung“

Das ist die gute Nachricht zum Ende des Jahres: Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) hat in einem Interview mit dem NORDWESTRADIO vom „Ausstieg aus der industriellen Massentierhaltung“ und der Einführung der Tierverbands-klage in Niedersachsen gesprochen.
Dies sind zwei der wichtigsten Forderungen der weit über 130 Bürgerinitiativen, Verbände und Organisationen die seit Jahren vehement gegen die Massentierhaltung eintreten. Nachfolgend der Text des NORDWESTRADIO zum Nachlesen und der Link zum Interview zum Nachhören:
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Freitag, 27. Dezember 2013
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27. Dezember 2013, 7:10 Uhr

Nordwestradio Journal

„Wir wollen den Tierschutz voranbringen“

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer im Interview

2014 soll das Jahr des Tierschutzes in Niedersachsen werden. Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) verspricht „Meilensteine“ für eine artgerechte Tierzucht. Mit seiner Politik für die Tiere stößt der Landwirtschaftsminister aber auf Kritik bei den Bauern.

Christian Meyer [Quelle: Die Grünen]

Quelle: Die Grünen

Christian Meyer

2013 war ein Jahr voller Skandale in der Fleischproduktion. Gammelfleisch, überfüllte Hühnerställe und bestialische Ferkel-Tötungen. Und die meisten Skandale waren in Niedersachsen zu finden. Kein Wunder, denn Niedersachsen gehört zu den Hochburgen der industrielle Fleischproduktion in Europa. Allein im Landkreis Emsland befinden sich 33 Millionen Geflügel-Mastplätze. Hier wird ein Großteil der bundesdeutschen Geflügel-Tiere aufgezogen und geschlachtet. Landwirtschaftsminister Meyer will hier einen Pradigmenwechsel vollziehen.

Ausstieg aus der Massentierhaltung

Meyer spricht vom „Ausstieg aus der industriellen Massentierhaltung“. Nach knapp 300 Tagen im Amt des Landwirtschaftsministers zieht er eine positive Bilanz. Viele Gesetze seien angestoßen worden und ab 2014 ändere sich einiges zum Wohle der Tiere in Niedersachsen.

Massentierhaltung wird in Niedersachsen nicht mehr subventioniert.

Kontrollen verschärfen

So ist es in Niedersachsen ab dem nächstem Jahr verboten, Enten die Schnäbel zu stutzen. Subventionen für Großmastanlagen werden eingestellt und mit den freiwerdenden Mitteln sollen vor allem kleine Bauernhöfe unterstützt werden. Ebenfalls in 2014 werden 67,5 neue Stellen geschaffen, um die behördlichen Kontrollen in der Tierzucht zu verschärfen.

Juristisch gegen schwarze Schafe vorgehen

Als größten Meilenstein sieht Meyer das Verbandsklagerecht im Tierschutz. Dieses Klagerecht tritt ebenfalls zum neuen Jahr in Kraft und ermöglicht es auch Tierschutzverbänden, Missstände in der Massentierhaltung juristisch anzuprangern. Das sei, so Meyer, eine große Hilfe für die niedersächsischen Behörden, die bisher als einzige gegen solche Missstände klagen konnte.

Das Interview zum Anhören:Verbesserter Tierschutz in Niedersachsen? , [6:16]
Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer im Interview

Pressemitteilung AbL: Bauernvertretung AbL unterstützt die Fortsetzung der Agrarwende von Ministerpräsident Weil und Agrarminister Meyer

Pressemitteilung

Bauernvertretung AbL unterstützt die Fortsetzung der Agrarwende von Ministerpräsident Weil und Agrarminister Meyer 

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) bewertet die Demonstration von 7.000 Menschen in Wietze als neuerliche und deutliche Unterstützung einer starken gesellschaftlichen Mehrheit für eine Agrarwende auf Bundesebene und für die konsequente Fortsetzung der erfolgreich begonnen Agrarpolitik in Niedersachsen. Die Ziele der rotgrünen Koalition und die ersten bemerkenswerten Maßnahmen von Agrarminister Meyer für bäuerliche Betriebe und gegen die Agrarindustrie, so der niedersächsische AbL-Landesvorsitzende Ottmar Ilchmann, fänden eine breite Unterstützung bis weit in eher konservative Kreise der Landwirtschaft hinein.

Die deutliche Kritik am Verhalten des Agrar-Staatssekretär Paschedag sei zwar absolut berechtigt – nicht aber die Instrumentalisierung dieser Affäre durch Agrarindustrie-Lobbyisten für Angriffe auf die vom SPD-Ministerpräsidenten und dessen grünem Vorzeige-Minister getragene Agrarwende. Insbesondere die Forderung nach einem Rücktritt Meyers stoße bei den meisten Menschen auf Unverständnis und Ablehnung.

Die AbL fordert Ministerpräsident Weil nach dessen konsequenter Entlassung Paschedags dazu auf, sich nicht beirren zu lassen und gemeinsam mit Minister Meyer die höchst notwendige und deshalb auch populäre Agrarwende zugunsten einer nachhaltigen Landwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung und mit einer deutlichen Stärkung der bäuerlichen Betriebe und ihrer Einkommen konsequent fortzusetzen.

1.560 Zeichen   –  02.09.2012

 

Pressemitteilung LANDESNETZWERK: Gemeinsam mit Christian Meyer die Agrarwende zum Erfolg führen

Das LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN stellt sich eindeutig und einmütig hinter Landwirtschaftsminister Christian Meyer.

Dass unser Aufruf – durch eine Teilnahme in Wietze auch Unterstützung für Christian Meyer zu zeigen – kurz vor der Demo in Wietze dazu geführt hat, dass am 31.08.2013 weit über 7.000 Menschen (und damit deutlich mehr, als alle erwartet hatten) teilnahmen, mag dahingestellt bleiben. Fakt ist, dass viele besorgte Menschen wollen, dass Christian Meyer als Landwirtschaftsminister seinen erfolgreichen Weg fortsetzen kann.

Das LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken hat dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht.

 

***UPDATE*** Mitgliederversammlung Landesnetzwerk Niedersachsen am 13.04.2013 in Verden

Zur ersten Mitgliederversammlung des LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken kamen am 13.04.2013 in Verden über 60 Delegierte der im Landesnetzwerk zusammengeschlossenen über 130 Bürgerinitiativen, Verbände und Organisationen zusammen.

Dazu hat das LANDESNETZWERK eine Pressemitteilung veröffentlicht. Hier auch das an Christian Meyer überreichte Foto.

Nachfolgend die Presseartikel

Unser Mitgliedsverband proM.U.T. e.V. aus Springe hat dazu folgenden Bericht verfasst:

14. April 2013 proM.U.T. e.V.
Landesnetzwerk Niedersachsen – Bauernhöfe statt Agrarfabriken
Mitgliederversammlung läßt Bürgerinitiativen
noch enger zusammenrücken

Gerade ein Jahr besteht das Landesnetzwerk Niedersachsen – Bauernhöfe statt Agrarfabriken. 
Um so beeindruckender war die lange Liste der Aktivitäten, die der Sprecher des Netzwerks, Michael Hettwer, der Mitgliederversammlung in Verden präsentieren konnte. Erfolge wie gleichermaßen auch Mißerfolge auf dem langen Weg unsere Ziele zu erreichen lassen uns noch enger zusammenrücken. Die Vernetzung der Bürgerinitiativen soll zukünftig weiter ausgebaut werden, um organisatorische Schwierigkeiten zu minimieren. Die sachliche, konzentrierte Atmosphäre der Mitgliederversammlung war beeindruckend. Der Sprecherkreis des Landesnetzwerks wurde bestätigt.

Landwirtschaftsminister Christian Meyer stellte in einem Grußwort die Eckpunkte des Koalitionsvertrages zur Landwirtschaftspolitik dar, berichtete von ersten umgesetzten Maßnahmen und beeindruckte einmal mehr durch seine Kompetenz. Völlig unkonventionell wandelte sich sein „kurzes Grußwort“ denn auch zu einem gut 90-minütigen fruchtbaren Dialog mit der Mitgliederversammlung. 
Das Landesnetzwerk wird als eine Bewegung „von unten“, die wir sind und sein wollen, nicht nachlassen, sich auf allen Ebenen weiter intensiv für unsere Ziele stark zu machen.
Einzelne MitgliedsinitIativen stellten geplante Veranstaltungen und Aktionen vor, die uns gerade auch mit Blick auf die Bundestagswahlen im Herbst vor große Aufgaben stellen. Die Arbeit der Bürgerinitiativen vor Ort und des Landesnetzwerks auf überregionaler Ebene bilden eine ideale Kombination für unsere zukünftigen Aktivitäten.

Erste Fotos der Veranstaltung gibt es hier:

(Veröffentlichung für Medien und Mitglieder der Bewegung gegen Agrarindustrie bei Quellenangabe frei – andere Nutzer bitte Kontakt aufnehmen – s. Impressum)