Heidemark-Geflügelkonzern im Kreuzfeuer der Kritik: PETA wirft Tierquälerei vor

Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL und der NDR berichten von massiven Vorwürfen der Tierrechtsorganisation PETA am Geflügelkonzern HEIDEMARK wegen Tierquälerei.

Es ist nicht das erste Mal das HEIDEMARK mit Vorwürfen der Tierquälerei konfrontiert wird:

Tierquälerei ist rechtlich eine Straftat die mit Gefängnis bis 3 Jahren oder Geldstrafe bedroht ist.

HEIDEMARK betreibt u.a. in Großenkneten-Ahlhorn einen großen Putenschlachthof, neben den der Wildhauser Hähnchenschlachter Kreienborg (Fa. Kreienkamp) einen Hühner-schlachthof bauen möchte. Dagegen hat sich in Großenkneten ein breiter Widerstand aus allen Teilen der Bevölkerung gebildet („Hallo Niedersachsen“ berichtet am Sonntag, 09.06.2013 um 19:30 Uhr im NDR-Fernsehen darüber).

 

***UPDATE***Ist der geplante Geflügelschlachthof in Ahlhorn vor dem Ende?

Im Großenknetener Ortsteil Ahlhorn (Landkreis Oldenburg i.O.) kämpfen viele Menschen aus allen Teilen der Bevölkerung gegen einen geplanten Geflügelschlachthof der Fa. Kreienkamp, die angeblich im Besitz des Walter Kreienborg sein soll.

Nachdem immer mehr Menschen vor Ort massiv der Ansiedlung dieses für 220.000 Tiere pro Tag geplanten Schlachthofs neben den bereits existierenden Schlachthof der Firma Heidemark,des Unternehmers Bernd Kalvelage ihren Widerstand gegen diese Pläne offen zeigen, hat der vorgebliche Investor Kreienborg am 30.05.2013 zu einer „Bürgerver-sammlung“ in Ahlhorn eingeladen.

Der „Auftritt“ des  Unternehmers Kreienborg – unter Aufsicht von Heidemark-Chef Kalvelage und dessen Generalbevollmächtigten („Am Ende des Tages“)-Eiken – war eher eine Aneinanderreihung von Peinlichkeiten, unbeantworteten Fragen, irreführenden, teilweise falschen und sich widersprechenden Antworten.

Unprofessioneller und unglaubwürdiger kann man sich kaum darstellen. Die etwa 150 Besucher – überwiegend gegen den Schlachthof eingestellt – wurden bestätigt in ihrer Ansicht, dass Kreienborg Unzuverlässigkeit ausstrahlt und seine Pläne vollkommen inakzeptabel sind. Zumal die Gemeinde Großenkneten keinerlei Vorteile vom Neubau hätte, aber ganz viele Nachteile.

Mittlerweile mehren sich Information in und um Großenkneten, dass angeblich die Protagonisten des Neubauplans selber nicht mehr an einer erfolgreichen Umsetzung ihrer Pläne glauben und daher der Schlachthof nicht in Ahlhorn gebaut wird.

Bis zu den entscheidenden Abstimmungen im Bauausschuss und Rat von  Großenkneten am 10. bzw. 24.06.2013 werden die Widerständler aber sicherlich unbeirrt ihre  Widerstandsaktionen weiterführen, genauso wie sie den gewählten Vertretern weiterhin deutlich machen werden, welches Abstimmungsverhalten sie von diesen erwarten.

Wilfried Papenhausen, der Vorsitzende der Bürgerinitiative BÜNDNIS MUT (Mensch, Umwelt, Tier) und Mitglied des Sprecherkreises im  LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken, ist – zusammen mit seinen Mitstreitern, der maßgebliche Initiator und Organisator des Bürgerwiderstands.

Nachfolgend die Berichte der Medien:

 

 

 

Mangelnde Kontrolle bei Gutachten durch Landkreis Oldenburg?

Der Verein Bündnis MUT um seinen sehr umtriebigen Vorsitzenden Wilfried Papenhusen aus Großenkneten-Gut Moorbeck (LK Oldenburg), Mitglied im LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken, setzt sich seit Jahren gegen Agrarfabriken ein.

In einer sehr umfangreichen, detaillierten und fachlich äußerst fundierten Präsentation hat Bündnis MUT-Vorstandsmitglied Uwe Behrens in einer anberaumten Pressekonferenz am 07.05.2013 in Großenkneten-Gut Moorbeck den anwesenden Journalisten sachlich und nüchtern die Fakten vorgestellt und erläutert.

Nach über 40 genehmigten Massentierställen in den letzten Jahren und über 50 vorliegenden Anträgen hat man bei Bündnis MUT die vom Landkreis Oldenburg praktizierte Vorgehensweise bei Genehmigungsverfahren sehr genau analysiert und dabei zum Teil gravierende Mängel festgestellt.

Dabei hat Bündnis MUT den Sachverstand des sehr renommierten Sachverständigen für Immissionsschutz, Dipl.-Ing. Knut Haverkamp aus Liebenburg, hinzugezogen. Der anerkannte Fachmann hat in der Pressekonferenz  auf Gut Moorbeck in Großenkneten u.a. bestätigt, dass aufgedeckte Mängel bei den von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Oldenburg, erstellten Gutachten vom Landkreis Oldenburg nicht entdeckt, zumindest aber nicht bemängelt worden waren und dass es nicht zur Genehmigung hätte kommen dürfen.

Der bei der Pressekonferenz ebenfalls anwesende Sprecher des LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken, Michael Hettwer aus Barsinghausen (Region Hannover), erklärte dazu, dass es sich um einen Skandal erster Güte handelt, wenn in einem Genehmigungsverfahren vorgelegte Gutachten bereits vorhandene Immissionen nicht beachtet und von der Genehmigungsbehörde diese offensichtlichen Mängel nicht entdeckt worden sind.

In einem Fall hat wurde im Gutachten in einer Landkarte der Ausschnitt so gewählt, dass mehrere vorhandene Stallanlagen in der Nähe von Wohnbebauung nicht mehr sichtbar waren, obwohl diese deutlich näher als die geplante Anlage an der Wohnbebauung liegen.

„Dies grenzt für mich schon fast an Betrug oder Vorsatz“, erklärte Hettwer noch während der laufenden Pressekonferenz und kündigte an, dass  das gesamte Netzwerk der über 130 in Niedersachsen zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen, Verbände und Organisationen mit über 250.000 Mitgliedern und Unterstützern alles daran setzen wird, diese offensichtlichen Misstände bei Genehmigungsverfahren im Landkreis Oldenburg abzustellen und – soweit möglich – zu korrigieren und Bündnis MUT bei den noch anhängigen Verfahren nach besten Kräften – auch bei dem anstehenden Genehmigungsverfahren für den geplanten Geflügelschlachthof in Großenkneten-Ahlhorn – zu unterstützen.

„Wenn der Landkreis Oldenburg augenscheinlich nicht die fachliche Qualifikation besitzt, die diffizilen Aspekte bei den Verfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) hinlänglich zu prüfen, wäre es doch angebracht, diese der Zentralstelle in Niedersachsen beim Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim zur Überprüfung zu geben, als einfach Anträge auf Grund falscher oder mangelhafter Punkte zu genehmigen“, fordert Hettwer.

Nachfolgend die Presseartikel (wird aktualisiert):

 

***Update*** Großenkneten: Massiver Widerstand gegen geplanten Geflügelschlachthof in Ahlhorn

Heute haben vor dem Rathaus der Gemeinde Großenkneten (Landkreis Oldenburg) weit über 200 Einwohnerinnen und Einwohner ihren Widerstand gegen den geplanten Neubau eines weiteren Geflügelschlachthofs des Agrarindustriellen Walter Kreienborg /    Fa. Kreienkamp im Großenknetener Ortsteil Ahlhorn bekundet.

Grund für das Treffen vor dem Rathaus war ein Treffen Kreienborgs mit dem neu gewählten Bürgermeister der Gemeinde Großenkneten, Thorsten Schmidtke (SPD) und Ratsmitgliedern , darunter die CDU-Fraktionsvorsitzende und ehemalige Niedersächsische Landwirtschaftsministerin Grotelüschen (CDU).

Zum Unwillen der Bürgerinnen und Bürger fand das Treffen mit Kreienborg unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Auf Protestplakaten und mit einem spontan geschaffenen Gedicht haben die aus allen Teilen der Bevölkerung zusammengekommenen Bürgerinnen und Bürger sehr lautstark und vernehmlich ihre Ablehnung gegen die von Kreienborg seit längerer Zeit betriebenen Pläne kund getan. Dabei wurde mehrfach auch geäußert, dass Kreienborg lediglich als Strohmann für unbekannte Spekulanten agiert.

Höhepunkt war dann eine Besichtigung von etwa 150 Anwesenden des Rathauses, die auch den Ratssaal in der 1. Etag,  in dem Kreienborg mit den Vertretern der Gemeinde tagte, nicht ausschloss.

Nachdem der aus dem Sitzungssaal herausgeeilte Erste Gemeinderat Bigalke Ruhe einforderte, von den versammelten Bürgern aber als nicht adequater Gesprächspartner akzeptiert wurde, verließen die  im Rathaus versammelten Menschen ruhig und diszipliniert das Gebäude, erst nachdem Neubürgermeister Schmidtke darum freundlich und sympatisch darum gebeten hat.

Als wenn die vielen Menschen, die einen weiteren Mega-Schlachthof aus vielen nachvollziehbaren Gründen ablehnen, noch einen Beweis für die Richtigkeit ihrer Argumente bräuchten, berichtet die örtliche Presse über Unfälle in Schlachthöfen / Schlachtbetrieben.

Das LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken wird seine im Bündnis M.U.T. zusammengeschlossenen Mitgliedsinitiativen, die den Widerstand vor Ort so gut organisieren, mit ganzer Kraft unterstützen.

Die Medien berichten wie folgt:

Nachfolgend einige Links zur Thematik Schlachtindustrie:

Und hier noch Information zu und über Kreienborg/Kreienkamp/Heidemark:

 

Nachfolgend erste Fotoaufnahmen von der Aktion: