WIESENHOF in Lohne: Gewaltiger Brand, verheerende Schäden

Beim Geflügelschlachter Wiesenhof in Lohne (Landkreis Vechta) ist am (Oster-)Montagmittag ein Großbrand ausgebrochen. Die Zerstörung ist immens.

„Eingestürzte Hallen, geschmolzene Stahlträger und ausgebrannte Autos: Das Betriebsgelände des Geflügelschlachters Wiesenhof in Lohne (Landkreis Vechta) gleicht nach dem Großbrand am Montagmittag einem riesigen Trümmerfeld.“ berichtet der NDR.

Dichter schwarzer Qualm zog von Lohne aus mehrere Kilometer weit in die umliegende Gebiete. Die Anwohner wurden am Abend weiterhin aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Das Wiesenhof-Gelände befindet sich in direkter Nachbarschaft zu einem Wohngebiet.

Offensichtlich gab es glücklicherweise nur 2  verletzte Menschen, was wohl am ehesten der Tatsache geschuldet ist, dass am Ostermontag nicht geschlachtet wurde und so entsprechend nur wenige Mitarbeiter auf dem Gelände waren.

Kurz zuvor war es am Ostersamstag bei dem Geflügelschlachter zu einem Zwischenfall gekommen. In einer Produktionshalle war Ammoniak ausgetreten.

Vor einigen erst Tagen war vom Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg die Erlaubnis zur Ausweitung der Schlachtkapazität des Schlachthofes in Lohne auf bis zu 430.000 Tiere pro Tag erteilt worden.

Im Februar 2015 war der größte Geflügelschlachthof Bayerns in Bogen (ebenfalls Wiesenhof; 240.000 Hühner pro Tag) abgebrannt.
Größter Geflügel-Schlachthof Bayerns brennt ab
Brand in Bogen

Weitere Schadenfälle:

in LOHNE – vor wenigen Tagen Austritt von giftigem Ammoniak, 2011 Brand mit sechsstelliger Schadenssumme, 2008 einen schweren Ammoniak-Unfall mit 37 Verletzten.

in anderen Wiesenhof-Schlachthöfen – Ammoniak-Unfall in Rietberg (Landkreis Gütersloh) im Jahr 2013 (vier Menschen verletzt), im bayerischen Bogen zerstörte im Februar 2015 ein Brand die Produktionsanlagen