WBA: Deutsche Nutztierhaltung „in wesentlichen Teilen nicht zukunftsfähig“

Die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirat für Agrarpolitik (WBA) beim Bundesagrarministerium fordern einen Umbau der Tierhaltung.
Der Beirat empfiehlt im neuesten Gutachten, die Weichen radikal neu zu stellen. Der Zielkonflikt zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Tierschutz in der Tierhaltung hält der WBA für überwindbar. Der Umbau werde jedoch einen längeren Zeitraum beanspruchen und auch sehr viel Geld kosten.

 

    •  Gutachten – Download
      „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung “ Zusammenfassung HIER
      Kurzfassung HIER
      Gesamtgutachten HIER

Hierzu auch Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)

Weitere Stimmen:
BUND – Agrarminister Schmidt muss Defizite beseitigen
Deutscher Bauernverband – DBV sieht in Beirat-Gutachten zur Tierhaltung grobe Fehler
Bayrischer Bauernverband – Pauschale Diffamierung statt realistischer Weiterentwicklungsimpulse
Deutscher TierschutzbundStartpunkt für Taten, Lösungen sind da

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Ein Gedanke zu “WBA: Deutsche Nutztierhaltung „in wesentlichen Teilen nicht zukunftsfähig“

  1. Ein über 400 Seiten starkes Gutachten des Wissenschaftlichen Beirates für Agrarpolitik (WBA) bereits wenige Stunden, eigentlich fast wenige Minuten, nach seinem Erscheinen seriös beurteilen zu wollen, kann weder dem Gutachten noch der Ernsthaftigkeit des gestellten Themas („Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“) annähernd gerecht werden.

    Das Gutachten des WBA enthält überaus komplexen Darstellungen von Zusammenhängen, Problemanalysen bis hin zu Lösungsvorschlägen für die Zukunft (oder mindestens Ansätzen dazu), die es alle Mal wert sind, aufmerksam (und in Ruhe) gelesen zu werden.

    Es würde allen Interessengruppen sehr gut zu Gesicht stehen, sich einmal kurz zurückzulehnen und innezuhalten.

    Dann fällt es sicher leichter, das Gutachten als das zu begreifen, was es tatsächlich auch ist: eine sehr gute Grundlage für einen unumgänglichen gesamtgesellschaftlichen Diskurs über die „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“.

    Es wäre schade, wenn dieses Gutachten den Einzelinteressen folgend auf dem kurzlebigen medialen Altar geopfert werden würde, ohne dass überhaupt ausreichend Zeit war sich über die kurze Zusammenfassung hinaus ernsthaft auf das Thema einzulassen.

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