Antibiotika-Resistenzen: sofortiges massives Handeln notwendig

Nach dem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die massiven Gefahren durch Antiobiotika resistente Keime, die u.a. durch die Massentierhaltung hervorgerufen wird, erreichte uns heute folgende E-Mail:

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Sehr geehrter Herr Hettwer,

 

als Kreisvorsitzender Bd.90/Die GRÜNEN im Heidekreis unterstütze ich aus vollster Überzeugung jegliche Aktivitäten gegen die Massentierhaltung. Ich habe nun auch noch eine für mich neue Dimension der Hilflosigkeit erfahren.

 

Ende letzter Woche habe ich mich erkältet. Mit herkömmlichen Hausmitteln habe ich mich über das Wochehende gequält und gewundert, dass es nicht besser wurde. Vorsichtshalber bin ich am Montag zum Arzt gegangen. Diagnose: Lungenentzündung, Herzrythmusstörungen mit Vorkam-merflimmern und Kehlkopfentzündung.Therapie: Sofortige Einnahme von Antibiotika. Meine Frage an den Arzt:“Und wenn es sich um einen resistenten Keim handelt?“ Antwort: „Dann wird es eng!“ Die folgenden 12 Stunden waren verdammt lang, bis ich merkte, dass meine Körper positiv auf das Medikament reagierte. Nach dieser Erfahrung würde ich alles daran setzen, um zu helfen, die weitere Verbreitung von MRSA-Keimen einzudämmen. Es ist eine Erfahrung, die ich selbst einem Massentierhalter nicht an den Hals wünsche.

Diesmal habe ich noch Glück gehabt und wir müssen alles tun, dass es so bleibt.

 

Gern können Sie meine Daten und, wenn gewünscht, auch meine Erfahrung veröffentlichen. Umso mehr Menschen Angst kriegen, umso vorsichtiger werden sie. Ich bin bereit in Zukunft den 10-fachen Preis für Fleisch zu bezahlen, wenn ich dafür vor MRSA Keimen keine Angst mehr haben muss.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Hans-Peter Ludewig

 

Rodewalder Str. 54

29690 Gilten

Tel.: 05071 – 8345

mobil: 0151 – 19 00 94 96

Hans-Peter.Ludewig@t-online.de

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Es darf und kann doch nicht sein, dass man nur aus Glück vor schweren gesundheit-lichen Schädigungen oder sogar dem Tod bewahrt wird, während die Agrarindustriellen und Ihrer Helfershelfer und Lobbyisten in Verbänden, Verwaltungen und Teilen der Politik die Problematik Antibiotika-Resistenz durch die Massentierhaltung klein reden (Stichwort:“da sind ja viele Tonnen für Hunde und Katzen verwendet worden“) und fast immer nur ihren eigenen Profit, der ja auch noch aus unser aller Steuermitteln mit finanziert wird, im Auge haben.

Es ist sofort ein massives Handeln aller Beteiligter notwendig: zum Schutz der Gesundheit und des lebens der gesamten Bevölkerung!

Denn die WHO bringt es klar auf den Punkt:                                                               „Without urgent, coordinated action by many stakeholders, the world is headed for a post-antibiotic era, in which common infections and minor injuries which have been treatable for decades can once again kill“

„Ohne sofortige, koordinierte Aktion durch viele Beteiligte wird die Welt in eine Post-Antibiotika-Ära geraten, in der einfachste Infektionen und kleinere Verletzungen, die seit Jahrzehnten behandelbar waren, wieder töten können“

Ein Gedanke zu “Antibiotika-Resistenzen: sofortiges massives Handeln notwendig

  1. ja das wissen wir alle doch schon lange wie es um uns bestellt ist aber es tut sich einfach nichts und was ich schlimm finde das das ganze mit unsagbaren mitteln aus unseren steuern finanziert wird ich möchte mal echt wissen wieviel kostet fleisch ohne subventionen jeglicher art das wäre ein anfang diese geld in die gesundheit der tiere zu stecken und nicht die profitgier der fleischlobby

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