###+++***UPDATE***+++###Erfolgreiche und friedliche Demonstration gegen geplanten Hühnerschlachthof in Ahlhorn

Etwa 700 Menschen sind am 19.10.2013 im beschaulichen Ortsteil Ahlhorn der Gemeinde Großenkneten (Landkreis Oldenburg) gegen einen geplanten Hühnerschlachthof – in dem etwa 240.000 Hühner pro Tag geschlachtet werden können – auf die Straße gegangen.

Ein breites Bündnis von ganz vielen Einwohnern, Vereinen, Verbänden und Ratsmitgliedern aus Ahlhorn und Großenkneten, so u.a. der Verein für Lebensqualität aus Ahlhorn und die örtliche Bürgerinitiative Bündnis MUT, haben die von einer einzelnen Ahlhorner Bürgerin angemeldeten Demonstration tatkräftig unterstützt und zu  einem großen Erfolg geführt.

Dabei haben  sich der Verein ALSO aus Oldenburg, die AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), die AgfaN (Arbeitsgemeinschft für artgerechte Nutztierhaltung) die BI Wietze, die BI Lunestedt, der BUND, die niederländisch-deutsche BI ORA aus Ter Apel/NL und das LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken intensiv mit eingebracht.

Auf der Abschlußkundgebung nach der Demonstration sprachen

  • Uschi Helmer, Vorsitzende der BI Wietze
  • Ottmar Ilchmann, Vorsitzender AbL Niedersachsen
  • Audra Brinkhus-Saltys, DGB-Kreisvorsitzende Vechta

und der Sprecher des Landesnetzwerks, Michael Hettwer (Redemanuskript).

Dieser friedliche, phantasievolle und kreative Protest hat sehr viel Aufmerksamkeit der Einwohnerschaft von Ahlhorn und in Medien – auch überregional – erregt.

Erste Berichte der Medien nachfolgend (wird aktualisiert):

Nachfolgend die Zeitungsartikel der lokalen Presse:

  • NWZ 21.10.2013: Beide Lager gehen auf die Straße / Demonstranten für und gegen Groß-Schlachthof / Doppelte Demo in Ahlhorn
  • Wildeshauser Zeitung (WZ) 21.10.2013: Aufgeheizte Stimmung

 

 

131021-NWZ-Beide Lager gehen auf die Straße 131021-NWZ-Demonstranten für und gegen Groß-Schlachthof 131021-NWZ-Doppelte Demo in Ahlhorn 131021-WZ-Aufgeheizte Stimmung

 

 Hier die ersten Fotos (Dank und Copyright: Frank Poppe/Bündnis MUT)

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Dass auch der angebliche Investor der geplanten Schlachtfabrik, Walter Kreienborg – Geschäftsführer der Firma Kreienkamp aus Wildeshausen – mit nur einem Teil seiner Mitarbeiter – den Beginn und Verlauf der angemeldeten Demonstration der Schlachthofgegener vermeintlicht unter Bruch von Strafgesetzen zu stören versuchte, zeigt, wie dünn das Nervenkostüm des Manns ist und wie er mit der einhaltung von Gesetzen umgeht. Seine dümmliche anmutende Ausrede, man führe eine Spontandemonstration durch, wurde schon dadurch widerlegt, dass fast alle Berufsdemonstranten (man kann nur hoffen, dass sie wenigstens extra bezahlt werden oder extra Freizeitausgleich erhalten) einheitliche, extra angefertigte T-Shirts trugen und vorgefertigte Banner und Transparente mit sich führten.

Eine erste Strafanzeige mit Strafantrag ist mittlerweile  erstattet und gestellt worden. Weitere dürften folgen.

Wenn Walter Kreienborg schon Gesetze vor den Augen der Polizei zu brechen scheint – wie mag es da erst in seinem für die Öffentlichkeit und den Überwachungsbehörden nicht zugänglichen Unternehmen aussehen? Zumindest sind sehr große Zweifel an seiner Zuverlässigkeit angebracht. Und dies sollten die Einwohner von Großenkneten bei der am 22.10.2013 beginnenden Bürgerbefragung bei ihrer Entscheidung,wie sie abstimmen, unbedingt berücksichtigen.

 

2 Gedanken zu “###+++***UPDATE***+++###Erfolgreiche und friedliche Demonstration gegen geplanten Hühnerschlachthof in Ahlhorn

  1. Pingback: Mega-Schlachthof in Ahlhorn scheint endgültig verhindert

  2. Berichterstattung total einseitig in NDR-aktuell am 19.10.13
    (siehe auch dazu: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/oldenburg/schlachthof203.html)

    Liebe Leute beim NDR!
    Am Samstag war ich anscheinend auf einer anderen Veranstaltung als Ihr TV-Team! Sie haben die zentralen Forderungen der Demonstration anscheinend überhaupt nicht wahrgenommen. Bitte sehen Sie sich die Hauptreden der Veranstaltung an! Es geht nicht um die Demonstration von einigen („romantisierenden“) „Naturschützern“, sondern darum, dass die Agrarindustrie -mit ihren mafiösen Strukturen- unsere Lebensgrundlagen in unserem Land und auch weltweit zerstört! Das ganze System der Agarindustrie (abhängig von Chemie- und Saatgutkonzernen bzw. der Fleischindustrie) basiert auf rücksichtsloser Ausbeutung von Natur und Mensch. Die Belastbarkeitsgrenzen für die Natur (Boden, Wasser und Luft) sind überschritten. Keine weiteren Massentierställe dürften gebaut werden. Die Werkverträge müssen abgeschafft und ein flächendeckender -ausreichender- Mindestlohn muss dringend eingeführt werden. Die Abwälzung der Umweltkosten auf die Allgemeinheit (die sogenannten Steuerzahler) und besonders auf die Kinder und Enkel muss gestoppt werden! – Siehe auch: http://www.hecke.wg.vu
    ———————
    Siehe: http://www.ndr.de/apps/php/forum/showthread.php?t=91361&p=272904#post272904
    ——————-
    Stoppt Agrarindustrie – Bauernhöfe statt Agrarfabriken
    Die Demonstration in Ahlhorn gegen eine weitere große Hähnchenschlachtfabrik richtet sich nicht gegen „die Landwirtschaft“, sondern zielt auf eine naturverträgliche Erzeugung von Lebensmitteln mit „Bauernhöfen statt Agrarfabriken“! Schon jetzt gibt es im Bereich der Hähnchenmast und der Megaschlachthöfe Überkapazitäten. Die Produktion geht teilweise -wiederum mit Steuersubventionen- ins Ausland und zerstört z.B. in Afrika die dortige Landwirtschaft.
    In den letzten Jahren hat die Agrarindustrie durch ihr Motto „Wachsen oder Weichen“ einen Verdrängungswettbewerb geschürt, der zum massenhaften Sterben der Bauernhöfe geführt hat. Damit sind tausende von Arbeitsplätzen verlorengegangen.
    Die bestellte Demonstration des zukünftigen Schlachthofbetreibers mit von ihm abhängigen Arbeitsnehmern ist an Heuchelei nicht zu überbieten. Gerade durch den Konzentrationsprozeß sind Arbeitsplätze bedroht, und wie man weiß, gibt es in der Agrar- bzw. Schlachthofbranche zunehmend Arbeitsplätze mit sittenwidrigen Niedrigstlöhnen, von denen niemand leben kann (Werksverträge und Sklavenarbeit).
    Die Politik ist aufgefordert, die rechtlichen Grundlagen, die diese unerträglichen Arbeitsbedingungen möglich gemacht haben, unverzüglich wieder rückgängig zu machen!
    Deshalb war eine zentrale Forderung auf dieser Demonstration: Stoppt Ausbeutung von Natur, Tier und Mensch! BIO für alle, sozial und regional!
    http://www.ndr.de/apps/php/forum/showthread.php?t=91361&p=273057#post273057

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