Pressemitteilung LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN 27.11.2013: Ex-Staatssekretär wird Cheflobbyist der Geflügelindustrie

Zur in Medienberichten bekannt gewordenen Wahl des Staatssekretärs i.R., Friedrich-Otto Ripke (CDU), zum Vorsitzenden des Niedersächsischen Geflügelwirtschaftverbandes (NGW) hat das LANDESNETZWERK NIEDERSCHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken eine Pressemitteilung veröffentlicht.

Hier Berichte der Medien:

Interessant ist sicherlich, dass der NGW und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK), für die Ripke übrigens früher tätig war, in Oldenburg folgende Adressen haben:

  • LWK:

Landwirtschaftskammer Niedersachsen                                                                                  Mars-la-Tour-Straße 1-13                                                                                                        26121 Oldenburg

  • NGW:

NGW-Niedersächsische Geflügelwirtschaft Landesverband e.V.                                            Mars-la-Tour-Str. 6                                                                                                                   26121 Oldenburg

Noch bis 2012 waren LWK (eine Anstalt des öffentlichen Rechts) und die NGW (eine Lobbyinstitution) unter derselben  Fax-Nummer zu erreichen!

Alles Zufall?

+++Update 25.11.2013+++ Maak van Nederland geen Megastal – Bericht von der Demonstration am 23.11.2013 in Bourtange/Niederlande (Provinz Groningen)

Am 23.11.2013 haben etwa 100 Menschen aus den Niederlanden und aus Deutschland gegen die Errichtung eines geplanten Kuhstalls für 2.000 (!!!) Tiere auf einem 10 Hektar großen Gelände in dem kleinen niederländischen Festungsstädtchen Bourtange (Teil der Gemeinde Vlagtwedde/Provinz Groningen) demonstriert.

Bourtange ist direkt an der Grenze Niederlande/Deutschland gelegen und grenzt an den niedersächsischen Ort Döpen im Landkreis Emsland.

Die von der ersten multinationalen Bürgerinitiative BI Ora und weiteren Organisationen wie Milieudefensie (Friends of the Earth), der niederländischen Partnerorganisation vom BUND, der Partij voor de Dieren – PvdD (Partei für die Tiere), GroenLinks Groningen organisierte Aktion sollte auf den Widerstand gegen Massentierhaltung auf beiden Seiten der Grenze hinweisen und u.a. auch für professionelle Filmaufnahmen eines niederländischen TV-Senders genutzt werden.

Etwa 30 Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus Deutschland vom LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken  speziell aus den grenznahen deutschen Bereichen – aber auch aus dem Oldenburgischen und der Region Hannover – haben durch die Teilnahme ihre Solidarität mit den niederländischen Freundinnen und Freunden gezeigt und verdeutlicht, dass die Massentierhaltung auf beiden Seiten der Grenzen zu Problemen und Gefahren führt.

Schon während der Proteste vor dem Gelände des geplanten Standorts für den Kuhstall für 2.000 Kühe war die Stimmung bei schönstem Sonnenschein bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut und freundschaftlich.

Viele eigens für die Protestaktion angefertigte Protestplakate, Banner und Transparente zeugten von der Kreativität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie auch die gezeigten Verkleidungen.

Im Anschluß fand  in der Festung Bourtange in malerischer und historischer Umgebung ein Treffen der niederländischen und deutschen Demonstranten in sehr angenehmer Atmosphäre statt.

Für die tolle und perfekte Organisation an dieser Stelle an Willie Raijmakers und Marco Bentz van den Berg ein heel hartelijk bedankt.

Nachfolgend erste Fotos und auch eines erstes Video (der in Arbeit befindliche TV-Beitrag sowie weitere Medienberichte folgen als Aktualisierung dieses Beitrages):

Hier die ersten Medienberichte:

 

 

 

Landesnetzwerk fordert Dialog statt falschen Behauptungen, Verunglimpfungen und Unterstellungen

Der Vorsitzende des Landvolk Niedersachsen Kreisverband Mittelweser e.V. , Dr. Hans-Christian Hanisch hat in einem Kommentar auf der Internetseite seines Vereins Aussagen gemacht, die eine Reaktion in Form eines Offenen Briefes seiten des LANDESNETZ-WERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken ausgelöst hat:

Auch die AbL Niedersachsen hat auf den Kommentar von Dr. Hanisch reagiert:

Dazu nachfolgend die Anlagen zur Mail von Eckehard Niemann an Dr. Hanisch:

Aufruf zur 4. Demonstration „Wir haben es satt“ am 18.01.2014 ab 11.00 Uhr in Berlin

Wir haben es satt!

Aufruf zur 4. „Wir haben es satt!“-Demonstration in Berlin

Wir haben Agrarindustrie satt!

Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Für Alle!

 

+++ Mehr als 800 Millionen Menschen hungern weltweit +++ Deutschland importiert Ernährungsgüter im Umfang von über 18 Millionen Hektar +++Höfesterben in Deutschland geht weiter, jedes Jahr schließen 10.000 Betriebe +++40 Millionen neue Mastplätze für Hühner und 2,5 Millionen Mastplätze für Schweine in Deutschland geplant +++ Antibiotika-Resistenzen aus der Tiermast bedrohen die Gesundheit +++ Freihandelsabkommen zwischen EU und USA könnte Gentechnik die Tür öffnen +++ Drei multinationale Unternehmen kontrollieren weltweit über 50 % des Saatguthandels +++ Jedes Jahr sterben 30 % der Bienenvölker in Europa und in den USA +++

 

Weltweit sind die Folgen der agrarindustriellen Massenproduktion für Bäuerinnen und Bauern, Verbraucherinnen und Verbraucher, Tiere und Umwelt dramatisch. Die neue Bundesregierung muss jetzt handeln und für eine gerechte und global verantwortliche Agrarpolitik sorgen. Mit der Klientelpolitik für die Agrarindustrie muss endlich Schluss sein!

Dafür braucht es unseren Protest! Am 18. Januar 2014 werden wir für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft mit vielen Tausenden Menschen in Berlin auf die Straße gehen.

 

Wir fordern:

Stoppt:

  • Recht auf Nahrung weltweit!
  • den Hunger!
  • Gesundes und bezahlbares Essen für alle!
  • die Lebensmittelskandale!
  • Faire Preise und Marktregeln für die Bauern!
  • das Bauernhöfesterben!
  • Artgerechte Tierhaltung ohne Antibiotika-Missbrauch!
  • die Megaställe!
  • Freiheit für die Saatgutvielfalt!
  • die geplante EU-Saatgutverordnung!
  • Bienen- und umweltfreundliche Landwirtschaft!
  • die Monokulturen!
  • Förderung regionaler Futtermittelerzeugung!
  • die Gentechnik auf dem Acker und im Stall!
  • Zugang zu Land weltweit für alle!
  • die Landnahme durch Staaten und Investoren!

Bürgerinnen und Bürger, Bäuerinnen und Bauern, ImkerInnen und GärtnerInnen, Arbeitslosen- und Eine-Welt-AktivistInnen, seid dabei, wenn wir gemeinsam vor dem Kanzleramt protestieren!

Wir haben es satt!

Pressemitteilung LANDESNETZWERK: Verhinderter Geflügelschlachthof hat Signalwirkung

Zu dem heute (04.11.2013) verkündeten Ergebnis der Bürgerbefragung über den geplanten Bau eines zusätzlichen Geflügelschlachthofs in Großenkneten-Ahlhorn hat der LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken eine Pressemitteilung veröffentlicht.

Das LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken bedankt sich bei allen die zu diesem großartigen Erfolg beigetragen haben:

  • Den Bürgerinnen und Bürger in Großenkneten, die sich mit 56,37 % der abgegebenen Stimmen gegen den Schlachthof ausgesprochen haben
  • Unserem Mitgliedsverband Bündnis MUT, an der Spitze Wilfried Papenhusen mit seinem ganz tollen Team
  • den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Demonstration am 19.10.2013 in Ahlhorn

Hier erste Medienberichte: