Tipps für den Widerstand für Agrarfarbriken

Für den Widerstand gegen Agrarfabriken hat dankenswerterweise  Eckehard Niemann einen Leitfaden mit Tipps für den Widerstand gegen Agrarfabriken verfasst.

Gerade für neue Initiativen oder Menschen die überlegen, ob sie ihren Widerstand in einer Bürgerinitiative (BI) bündeln wollen, soll dies bei den ersten Schritten helfen.

Ebenfalls als Hilfe für neue BI ist der 9-Punkte-Plan zur Gründung einer BI gegen Massentieranlagen, die von der CI {Calenberger Initiativen} – Netzwerk gegen Massen-tierhaltung zusammen Bettina Lemke von der AG Land & Tier erarbeitet worden

Das LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN steht neuen BI mit Rat und Tat nach Kräften zur Seite.

Das Schweigen des Landvolk Niedersachsen: Millionbetrug beim Landvolkkreisverband Diepholz

Auch Monate nach Bekanntwerden einer im Millionen Euro-Bereich liegenden Veruntreuung durch den ehemaligen Landvolk-Boss im Kreis Diepholz hüllt sich die Landvolk-Spitze weiterhin in eisernes Schweigen.

Wie die Kreiszeitung und der NDR berichten, findet zwar am 21.10.2103 eine Mitgliederversammlung des Landvolkkreisverbandes Diepholz statt. Zu den staatsanwaltlichen Ermittlungen und auch zum Stand der internen Aufklärung kommt vom Landvolk (zum wiederholten Male) keinerlei substantielle Information.

Dabei hat die Öffentlichkeit sicherlich ein Anrecht darauf, zu erfahren, was denn da (über Jahre) an mutmaßlichen Mauscheleien und kriminellen Aktivitäten gelaufen ist. Wenn die Informationsoffensive des Landvolks so aussieht, bestätigt sich wieder einmal der Eindruck Außenstehender, dass da viel heiße Luft und Sprüche kommen, aber keine Substanz vorhanden ist.

Die Öffentlichkeit hat jetzt das Anrecht auf eine umfängliche Stellungnahme des Landvolk.

###+++***UPDATE***+++###Erfolgreiche und friedliche Demonstration gegen geplanten Hühnerschlachthof in Ahlhorn

Etwa 700 Menschen sind am 19.10.2013 im beschaulichen Ortsteil Ahlhorn der Gemeinde Großenkneten (Landkreis Oldenburg) gegen einen geplanten Hühnerschlachthof – in dem etwa 240.000 Hühner pro Tag geschlachtet werden können – auf die Straße gegangen.

Ein breites Bündnis von ganz vielen Einwohnern, Vereinen, Verbänden und Ratsmitgliedern aus Ahlhorn und Großenkneten, so u.a. der Verein für Lebensqualität aus Ahlhorn und die örtliche Bürgerinitiative Bündnis MUT, haben die von einer einzelnen Ahlhorner Bürgerin angemeldeten Demonstration tatkräftig unterstützt und zu  einem großen Erfolg geführt.

Dabei haben  sich der Verein ALSO aus Oldenburg, die AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), die AgfaN (Arbeitsgemeinschft für artgerechte Nutztierhaltung) die BI Wietze, die BI Lunestedt, der BUND, die niederländisch-deutsche BI ORA aus Ter Apel/NL und das LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken intensiv mit eingebracht.

Auf der Abschlußkundgebung nach der Demonstration sprachen

  • Uschi Helmer, Vorsitzende der BI Wietze
  • Ottmar Ilchmann, Vorsitzender AbL Niedersachsen
  • Audra Brinkhus-Saltys, DGB-Kreisvorsitzende Vechta

und der Sprecher des Landesnetzwerks, Michael Hettwer (Redemanuskript).

Dieser friedliche, phantasievolle und kreative Protest hat sehr viel Aufmerksamkeit der Einwohnerschaft von Ahlhorn und in Medien – auch überregional – erregt.

Erste Berichte der Medien nachfolgend (wird aktualisiert):

Nachfolgend die Zeitungsartikel der lokalen Presse:

  • NWZ 21.10.2013: Beide Lager gehen auf die Straße / Demonstranten für und gegen Groß-Schlachthof / Doppelte Demo in Ahlhorn
  • Wildeshauser Zeitung (WZ) 21.10.2013: Aufgeheizte Stimmung

 

 

131021-NWZ-Beide Lager gehen auf die Straße 131021-NWZ-Demonstranten für und gegen Groß-Schlachthof 131021-NWZ-Doppelte Demo in Ahlhorn 131021-WZ-Aufgeheizte Stimmung

 

 Hier die ersten Fotos (Dank und Copyright: Frank Poppe/Bündnis MUT)

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Dass auch der angebliche Investor der geplanten Schlachtfabrik, Walter Kreienborg – Geschäftsführer der Firma Kreienkamp aus Wildeshausen – mit nur einem Teil seiner Mitarbeiter – den Beginn und Verlauf der angemeldeten Demonstration der Schlachthofgegener vermeintlicht unter Bruch von Strafgesetzen zu stören versuchte, zeigt, wie dünn das Nervenkostüm des Manns ist und wie er mit der einhaltung von Gesetzen umgeht. Seine dümmliche anmutende Ausrede, man führe eine Spontandemonstration durch, wurde schon dadurch widerlegt, dass fast alle Berufsdemonstranten (man kann nur hoffen, dass sie wenigstens extra bezahlt werden oder extra Freizeitausgleich erhalten) einheitliche, extra angefertigte T-Shirts trugen und vorgefertigte Banner und Transparente mit sich führten.

Eine erste Strafanzeige mit Strafantrag ist mittlerweile  erstattet und gestellt worden. Weitere dürften folgen.

Wenn Walter Kreienborg schon Gesetze vor den Augen der Polizei zu brechen scheint – wie mag es da erst in seinem für die Öffentlichkeit und den Überwachungsbehörden nicht zugänglichen Unternehmen aussehen? Zumindest sind sehr große Zweifel an seiner Zuverlässigkeit angebracht. Und dies sollten die Einwohner von Großenkneten bei der am 22.10.2013 beginnenden Bürgerbefragung bei ihrer Entscheidung,wie sie abstimmen, unbedingt berücksichtigen.