Wir freuen uns: LANDESNETZWERK BAYERN GEGRÜNDET

Das LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken begrüßt mit einem herzlichen „Grüß Gott“ das neugegründete   LANDESNETZWERK BAYERN Bauernhöfe statt Agrarfabriken und freut sich auf die gemeinsame und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Dazu die erste Pressemitteilung des neuen Landesnetzwerks.

 

Pressemitteilung AbL/Initiativen mit Weitsicht: Bauern und Bürger gegen ungenehmigten Agrarindustrie-Biogas-Wildwuchs

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)      Initiativen mit Weitblick
Landesverband Niedersachsen/Bremen                                   Bundesweites Bürger-                                                                                                               initiative -Netzwerk

 Pressemitteilung

Bauern und Bürger gegen ungenehmigten Agrarindustrie-Biogas-Wildwuchs

Bürgerinitiativen und Bauernvertreter fordern flächendeckende Überprüfung der Biogasanlagen auf Einhaltung der Genehmigungs-Vorgaben  –  Rücknahme agrarindustrieller Übernahmen von landwirtschaftlichen Anlagen gefordert

Gegen Biogas-Anlagen in agrarindustrieller statt in bäuerlicher Hand und gegen einen ungesetzlichen Wildwuchs dieser Anlagen richtet sich eine gemeinsame Initiative des bundesweit aktiven Netzwerks „Initiativen mit Weitblick“ und des niedersächsischen Landesverbands der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Vertreter beider Organisationen haben kürzlich in einem Gespräch mit Referenten der für Umwelt, Landwirtschaft und Bau zuständigen niedersächsischen Ministerien darüber beraten, rechtswidrige Verhältnisse im Biogas-Sektor zu ermitteln und abzustellen. Hierbei gehe es vor allem um Anlagen, die einst als „landwirtschaftlich privilegiert“ genehmigt worden seien, die aber tatsächlich ganz oder teilweise von Investoren betrieben werden. Diese genehmigungswidrigen Zustände seien oft verdeckt, könnten und müssten aber durch die zuständigen Genehmigungsbehörden aufgedeckt werden. Nach einer eventuellen Stilllegung der Anlagen könnten diese ggf. an wirkliche Landwirte übertragen werden.

Eine Anordnung des zuständigen Umweltministeriums an die Landkreise sollte darüber hinaus auch die Prüfungspraxis vorbildlicher Landkreise und Gewerbeaufsichtämter verallgemeinern und vereinheitlichen. „Wir erwarten durch diese Rückführung auf genehmigte Zustände einen Rückgang des Flächendrucks, der Preisexplosion auf den Pacht- und Bodenmärkten und der Verdrängung anderer Landwirte durch bestimmte Biogasbetreiber“, so der niedersächsische AbL-Vorsitzende Ottmar Ilchmann. „Die Herstellung genehmigungskonformer Verhältnisse werten wir als einen wichtigen Schritt gegen den Wildwuchs bei Biogasanlagen mit seinen Auswirkungen auf Landschaft, Natur, Grundwasser, Klima und Lebensqualität der Bürger“, so Gertrud Stechmesser als Vertreterin der Bürgerinitiativen „Initiativen mit Weitblick“.

Ilchmann und Stechmesser betonten, dass bäuerlich betriebene Biogasanlagen mit positiver Ökobilanz, vor allem auf Grundlage von Gülle und Reststoffen, weiterhin ihren Platz in der Energieversorgung haben könnten. Sie kündigten eine baldige wirksame Kampagne mit Einbindung weiterer Organisationen an, um rasch die Herstellung genehmigungskonformer Biogasanlagen-Verhältnisse durch die Genehmigungsbehörden zu befördern: „Biogas ja – aber in bäuerlichen Strukturen und ohne Wildwuchs!“

2580 Zeichen –  19.09.2013

Über alle Grenzen hinweg: erste multinationale Bürgerinitiative nimmt Arbeit auf

Am 11.09.2013 hat sicherlich ein denkwürdiges Ereignis stattgefunden: zum ersten Mal hat sich eine multinationale Bürgerinitiative gegen Massentierhaltung gegründet.

Die Bürgerinitiative BI Ora (vom lateinischen „Ora“ = Grenze) wurde in Papenburg von Menschen aus den Niederlanden und Deutschland ins Leben gerufen.

Bei einer exzellent organisierten und gekonnt durchgeführten ersten Veranstaltung waren über 100 Menschen aus den beiden Ländern Deutschland und Niederlanden quasi Paten der neuen grenzübergreifenden Bürgerinitiativen.

In sehr gelöster und entspannter Atmosphäre, getragen vom gegenseitigen Respekt und in humorvoller Weise haben die Initiatoren um Willie Raaijmakers und Marco Bentz van den Berg aus NL-Ter Apel es verstanden, einen sehr gelungenen Auftakt der BI Ora geschaffen.

Und natürlich ist BI-Ora Teil des LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken und des bundesweiten Netzwerks. Und erste Überlegungen sind da, dass weitere grenzübergreifende Kontakte vom Norden in Richtung Süden entlang der Grenze geknüpft werden.

Denn Gerüche, Keime, Qualzucht kennen keine Grenzen!

Mehr Informationen gibt es hier:

 

 

DSC_0033

  • Otmar Ilchmann

    Otmar Ilchmann

    Kurze Pause mit interessanten Gesprächen - egal in welcher Sprache. man versteht sich...

    Kurze Pause mit interessanten Gesprächen – egal in welcher Sprache. man versteht sich…

    DSC_0027 DSC_0026

    Gertrud Stechmesser (Initiativen mit Weitsicht), Nico Falke und Michael Hettwer

    Gertrud Stechmesser (Initiativen mit Weitsicht), Nico Falke und Michael Hettwer

    DSC_0022

    Das niederlänische Ehepaar van der Spa aus Bunde/Deutschland - waren schon bei der Gründung des Landesnetzwerks dabei.

    Das niederlänische Ehepaar van der Spa aus Bunde/Deutschland – waren schon bei der Gründung des Landesnetzwerks dabei.

    Grenzen verbindne und trennen nicht mehr :-)

    Grenzen verbinden und trennen nicht mehr 🙂

    DSC_0016 DSC_0017

    Binnert Blom bei seinem tollen Vortrag über Ethik

    Binnert Blom bei seinem tollen Vortrag über Ethik

    Vortrag in 2 Sprachen Willie Raijmakers / Helmut Seidemann

    Vortrag in 2 Sprachen:
    Willie Raaijmakers / Helmut Seidemann

    DSC_0021 DSC_0007

    Die Abordnung von Bündnis MUT aus Großenkneten

    Die Abordnung von Bündnis MUT aus Großenkneten – v.l.n.r.: Wilfried Papenhusen, Jürgen Oppermann, Christina Poppa, Margret Ripke, Dieter Ahlves

    DSC_0002 DSC_0001

    Moderator Marco Bentz van den Berg

    Moderator Marco Bentz van den Berg

    IMG_0593 IMG_0594 IMG_0595 IMG_0597 IMG_0600 IMG_0604 IMG_0606 IMG_0608 IMG_0609 IMG_0610 IMG_0612

 

Pressemitteilung AbL: AbL ruft Steinbrück zur Absage an SPD-Agrarindustrie-Connection auf

Pressemitteilung
AbL ruft Steinbrück zur Absage an SPD-Agrarindustrie-Connection auf

Klaus Wiesehügel als „Genosse der Agrarindustrie-Bosse“ weiter im SPD-Kompetenzteam?
Proteststurm auch innerhalb der SPD    

Eine weitere massive Verringerung der Wahlchancen der SPD erwartet die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) als Folge des Eintretens von Klaus Wiesehügel, Mitglied des Kompetenzteams von Kanzlerkandidat Steinbrück, für noch mehr agrarindustrielle Tierhaltungsanlagen, eine „großstrukturierte Landwirtschaft“ mit immer mehr Lohnarbeitskräften und weniger Bauern und sogar für den Einstieg außerlandwirtschaftlicher Investoren in die Landwirtschaft. Gleichzeitig begrüsste die AbL den Proteststurm außerhalb und innerhalb der SPD gegen diesen neuerlichen Versuch einer alten innerparteilichen „Agrarindustrie-Connection“, gemeinsam mit Agrarindustrielobby und Bauernverbandsspitze die Beschlüsse der Partei gegen Massentierhaltung und gegen den Bau gewerblicher Tierfabriken zurückzudrehen. Zu dieser „Connection“ gehörten viele ostdeutsche SPD-Landespolitiker rund um Till Backhaus, die seit der Wende bis heute die Privilegien und Subventionen agrarindustrieller LPG-Nachfolgebetriebe stützten und den Einstieg von riesigen Tierhaltungskonzernen begünstigten. Hierzu gehörten leider auch einige SPDler aus den Intensivhaltungsregionen, aus den Gewerkschaftsbereichen der Schlacht- oder Gentechnik-Konzerne und aus der agrarindustrienahen Tierärzteschaft.

Der AbL-Agrarindustrie-Experte Eckehard Niemann bezeichnete Wiesehügel als „Genosse der Agrarindustrie-Bosse“. Wiesehügel habe anlässlich seines Rücktritts als Vorsitzender der Agrargewerkschaft IG BAU schon eine verheerende Bewertung aus Kreisen seiner Gewerkschaftsekretäre erhalten – auch hinsichtlich der Entlohnung der im Agrarbereich tätigen Arbeitnehmer. Jetzt habe Wiesehügel offenbar das abstruse Ziel, durch die Förderung neuer Agrarindustrie-Konzerne eine größere Zahl von Lohnarbeitern und möglichen Gewerkschaftsmitgliedern zu schaffen. Dies gehe nicht nur zynisch an der prekären Lage der in diesen Bereichen zumeist tätigen Leih- und Werkvertragsarbeiter vorbei, sondern vor allem auch an der breiten gesellschaftlichen Bewegung „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“.

Die AbL rief SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück auf, die Fehler seines Vorgängers Steinmeier nicht zu wiederholen, der vor 4 Jahren den ostdeutschen Bauernverbands-Spitzenfunktionär und Agrarindustriellen Udo Folgart in sein Kompetenzteam berufen hatte und der jüngst noch beim Bauernverband die ostdeutschen Agrarindustrie-Betriebe schöngeredet habe. Auch Steinbrücks agrarpolitischer Erst-Auftritt bei der Grünen Woche im Januar mit Backhaus sei bereits ein fatales Signal gewesen an die gleichzeitig draußen für eine Agrarwende demonstrierenden 25.000 Menschen. Wie man mit einer bürgerorientierten Agrarpolitik Wahlen gewinnen könne, so die AbL, könne Steinbrück am Beispiel Niedersachsens sehen, wo SPD und Grüne in ihrer Koalition gemeinsam eine „sanfte Agrarwende“ zugunsten von Bauern, Verbrauchern, Tieren, Umwelt und ländlichen Räume begonnen hätten.

3.115 Zeichen   –   03.09.2013

Hier weiterführende Informationen über Klaus Wiesehügel.

 

Pressemitteilung AbL: Bauernvertretung AbL unterstützt die Fortsetzung der Agrarwende von Ministerpräsident Weil und Agrarminister Meyer

Pressemitteilung

Bauernvertretung AbL unterstützt die Fortsetzung der Agrarwende von Ministerpräsident Weil und Agrarminister Meyer 

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) bewertet die Demonstration von 7.000 Menschen in Wietze als neuerliche und deutliche Unterstützung einer starken gesellschaftlichen Mehrheit für eine Agrarwende auf Bundesebene und für die konsequente Fortsetzung der erfolgreich begonnen Agrarpolitik in Niedersachsen. Die Ziele der rotgrünen Koalition und die ersten bemerkenswerten Maßnahmen von Agrarminister Meyer für bäuerliche Betriebe und gegen die Agrarindustrie, so der niedersächsische AbL-Landesvorsitzende Ottmar Ilchmann, fänden eine breite Unterstützung bis weit in eher konservative Kreise der Landwirtschaft hinein.

Die deutliche Kritik am Verhalten des Agrar-Staatssekretär Paschedag sei zwar absolut berechtigt – nicht aber die Instrumentalisierung dieser Affäre durch Agrarindustrie-Lobbyisten für Angriffe auf die vom SPD-Ministerpräsidenten und dessen grünem Vorzeige-Minister getragene Agrarwende. Insbesondere die Forderung nach einem Rücktritt Meyers stoße bei den meisten Menschen auf Unverständnis und Ablehnung.

Die AbL fordert Ministerpräsident Weil nach dessen konsequenter Entlassung Paschedags dazu auf, sich nicht beirren zu lassen und gemeinsam mit Minister Meyer die höchst notwendige und deshalb auch populäre Agrarwende zugunsten einer nachhaltigen Landwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung und mit einer deutlichen Stärkung der bäuerlichen Betriebe und ihrer Einkommen konsequent fortzusetzen.

1.560 Zeichen   –  02.09.2012