***UPDATE***Ist der geplante Geflügelschlachthof in Ahlhorn vor dem Ende?

Im Großenknetener Ortsteil Ahlhorn (Landkreis Oldenburg i.O.) kämpfen viele Menschen aus allen Teilen der Bevölkerung gegen einen geplanten Geflügelschlachthof der Fa. Kreienkamp, die angeblich im Besitz des Walter Kreienborg sein soll.

Nachdem immer mehr Menschen vor Ort massiv der Ansiedlung dieses für 220.000 Tiere pro Tag geplanten Schlachthofs neben den bereits existierenden Schlachthof der Firma Heidemark,des Unternehmers Bernd Kalvelage ihren Widerstand gegen diese Pläne offen zeigen, hat der vorgebliche Investor Kreienborg am 30.05.2013 zu einer „Bürgerver-sammlung“ in Ahlhorn eingeladen.

Der „Auftritt“ des  Unternehmers Kreienborg – unter Aufsicht von Heidemark-Chef Kalvelage und dessen Generalbevollmächtigten („Am Ende des Tages“)-Eiken – war eher eine Aneinanderreihung von Peinlichkeiten, unbeantworteten Fragen, irreführenden, teilweise falschen und sich widersprechenden Antworten.

Unprofessioneller und unglaubwürdiger kann man sich kaum darstellen. Die etwa 150 Besucher – überwiegend gegen den Schlachthof eingestellt – wurden bestätigt in ihrer Ansicht, dass Kreienborg Unzuverlässigkeit ausstrahlt und seine Pläne vollkommen inakzeptabel sind. Zumal die Gemeinde Großenkneten keinerlei Vorteile vom Neubau hätte, aber ganz viele Nachteile.

Mittlerweile mehren sich Information in und um Großenkneten, dass angeblich die Protagonisten des Neubauplans selber nicht mehr an einer erfolgreichen Umsetzung ihrer Pläne glauben und daher der Schlachthof nicht in Ahlhorn gebaut wird.

Bis zu den entscheidenden Abstimmungen im Bauausschuss und Rat von  Großenkneten am 10. bzw. 24.06.2013 werden die Widerständler aber sicherlich unbeirrt ihre  Widerstandsaktionen weiterführen, genauso wie sie den gewählten Vertretern weiterhin deutlich machen werden, welches Abstimmungsverhalten sie von diesen erwarten.

Wilfried Papenhausen, der Vorsitzende der Bürgerinitiative BÜNDNIS MUT (Mensch, Umwelt, Tier) und Mitglied des Sprecherkreises im  LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken, ist – zusammen mit seinen Mitstreitern, der maßgebliche Initiator und Organisator des Bürgerwiderstands.

Nachfolgend die Berichte der Medien:

 

 

 

Mangelnde Kontrolle bei Gutachten durch Landkreis Oldenburg?

Der Verein Bündnis MUT um seinen sehr umtriebigen Vorsitzenden Wilfried Papenhusen aus Großenkneten-Gut Moorbeck (LK Oldenburg), Mitglied im LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken, setzt sich seit Jahren gegen Agrarfabriken ein.

In einer sehr umfangreichen, detaillierten und fachlich äußerst fundierten Präsentation hat Bündnis MUT-Vorstandsmitglied Uwe Behrens in einer anberaumten Pressekonferenz am 07.05.2013 in Großenkneten-Gut Moorbeck den anwesenden Journalisten sachlich und nüchtern die Fakten vorgestellt und erläutert.

Nach über 40 genehmigten Massentierställen in den letzten Jahren und über 50 vorliegenden Anträgen hat man bei Bündnis MUT die vom Landkreis Oldenburg praktizierte Vorgehensweise bei Genehmigungsverfahren sehr genau analysiert und dabei zum Teil gravierende Mängel festgestellt.

Dabei hat Bündnis MUT den Sachverstand des sehr renommierten Sachverständigen für Immissionsschutz, Dipl.-Ing. Knut Haverkamp aus Liebenburg, hinzugezogen. Der anerkannte Fachmann hat in der Pressekonferenz  auf Gut Moorbeck in Großenkneten u.a. bestätigt, dass aufgedeckte Mängel bei den von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Oldenburg, erstellten Gutachten vom Landkreis Oldenburg nicht entdeckt, zumindest aber nicht bemängelt worden waren und dass es nicht zur Genehmigung hätte kommen dürfen.

Der bei der Pressekonferenz ebenfalls anwesende Sprecher des LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken, Michael Hettwer aus Barsinghausen (Region Hannover), erklärte dazu, dass es sich um einen Skandal erster Güte handelt, wenn in einem Genehmigungsverfahren vorgelegte Gutachten bereits vorhandene Immissionen nicht beachtet und von der Genehmigungsbehörde diese offensichtlichen Mängel nicht entdeckt worden sind.

In einem Fall hat wurde im Gutachten in einer Landkarte der Ausschnitt so gewählt, dass mehrere vorhandene Stallanlagen in der Nähe von Wohnbebauung nicht mehr sichtbar waren, obwohl diese deutlich näher als die geplante Anlage an der Wohnbebauung liegen.

„Dies grenzt für mich schon fast an Betrug oder Vorsatz“, erklärte Hettwer noch während der laufenden Pressekonferenz und kündigte an, dass  das gesamte Netzwerk der über 130 in Niedersachsen zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen, Verbände und Organisationen mit über 250.000 Mitgliedern und Unterstützern alles daran setzen wird, diese offensichtlichen Misstände bei Genehmigungsverfahren im Landkreis Oldenburg abzustellen und – soweit möglich – zu korrigieren und Bündnis MUT bei den noch anhängigen Verfahren nach besten Kräften – auch bei dem anstehenden Genehmigungsverfahren für den geplanten Geflügelschlachthof in Großenkneten-Ahlhorn – zu unterstützen.

„Wenn der Landkreis Oldenburg augenscheinlich nicht die fachliche Qualifikation besitzt, die diffizilen Aspekte bei den Verfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) hinlänglich zu prüfen, wäre es doch angebracht, diese der Zentralstelle in Niedersachsen beim Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim zur Überprüfung zu geben, als einfach Anträge auf Grund falscher oder mangelhafter Punkte zu genehmigen“, fordert Hettwer.

Nachfolgend die Presseartikel (wird aktualisiert):

 

Bauernhöfe statt Agrarfabriken jetzt auch mit Netzwerk in NRW

Auch in Nordrhein-Westfalen hat sich jetzt ein Netzwerk von Bürgerinitiativen, Verbänden und Organisationen gegründet, das sich gegen Agrarfabriken und für eine bäuerlich strukturierte Landwirtschaft einsetzen.

In Billerbeck (LK Coesfeld) haben VertreterInnen vieler Initiativen, die sich gegen die Massentierhaltung einsetzen, am Samstag, 04.05.2013 das LANDESNETZWERK NRW Bauernhöfe statt Agrarfabriken gegründet.

Dabei wurden Sprecher aus verschiedenen Bürgerinitiativen gegründet, die die Arbeit des neuen Netzwerks koordinieren werden.

Nach Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen hat sich damit nun der verte Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern gegründet, die für eine Abkehr von der Massentierhaltung eintreten.

„Paten“ in Billerbeck waren dabei u.a. AbL-Agrarexperte Eckehard Niemann, der bundes-weit das Netzwerk Bauernhöfe statt Agrarfabriken koordiniert und der Sprecher des LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken, Michael Hettwer.

Die AbL hat eine Pressemitteilung und die BI Coesfeld einen ersten Bericht zur Gründung veröffentlicht.

 

***Update*** Schlachthofgegner am 11.05.2013 im ZDF

***Sendetermin geändert auf 11.05.2013***

Mitglieder von Bündnis MUT aus Großenkneten (LK Oldenburg) wehren sich u.a. gegen den geplanten Neubau eines Geflügelschlachthofs in Großenkneten-Ahlhorn.

Darüber berichtet das ZDF am Samstag, 11.05.2013 um 17:05 Uhr. Die örtliche Presse berichtet schon heute von den Aufnahmen.

Mit ganz viel Engagement machen die besorgten Bürgerinnen und Bürger in dem ehemals eher konservativ geprägten Oldenburger Land auf die Machenschaften rund um den geplanten Mega-Schlachthof aufmerksam. Übrigens: Fraktionsvorsitzende der CDU im Gemeinderat von Großenkneten ist die aus dem Amt der Niedersächsischen Agrarministers entlassene Astrid Grotelüschen! Ihr Ehemann ist Geschäftsführer der Mastputen-Brüterei Ahlhorn GmbH & Co. KG und sie war (und ist?) in diesem Unternehmen als Prokuristin leitende Mitarbeiterin.