„Je größer der Stall, desto höher die Antibiotika-Dosis“ – erschreckender Konzentrationsprozess in der Massentierhaltung

In einem Artikel der Berliner Morgenpost vom 16.12.2012 beschreibt ein Tierarzt von einem neuen Schachzug der Agrarindustrie: Tierärzte, die sich gegen die massive Gabe von Antibiotika in der Massentierhaltung stellen, werden durch Großtierarztpraxen ausgebootet. Sie scheinen nicht so viel kritische Fragen zu stellen und geben darüber hinaus dem Tiermäster große Mengen Antibiotika scheinbar ohne Kontrolle zur beliebigen Verfügung.

Fast unglaublich ist die Aussage, dass etwa 90 % aller Masthühner und Mastputen von nur noch 15 bis 25 (fünfzehn bis fünfundzwanzig) Großtierarztpraxen betreut werden!

In diesem Zusammenhang die Pressemitteilung des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums vom 18.12.2012 und ein Bericht über das Ergebnis einer Studie zum Einsatz von Antibiotika in der Putenmast in Mecklenburg-Vorpommern.

Landvolkchef entschuldigt sich bei Pfarrverein

Zu den Denunziationsvorwürfen gegen das Landvolk Niedersachsen hat der Präsident des Landvolks, Hilse, sich in einem wortreichen Schreiben an den Hannoverschen Pfarrverein  entschuldigt.

Die Vertretung der Pastoren hat in einer Pressemitteilung hat diese Entschuldigung akzeptiert.

Der ursprüngliche Vorgang ist hier nachzulesen.

Pressemitteilung der AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft)

Zu der eher dümmlichen anmutenden Suche nach dem „Dummwort des Jahres“ des „dlz-agramagazin“, dass dem Bauernverband nahe steht und von diesem auch dominiert wird, hat die AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft) eine ausführliche Pressemitteilung veröffentlicht.

Hier eine Chronologie zur Wahl des „Dummwortes des Jahres“.

Landkreis Holzminden lehnt Antrag zum Bau von Hühnermastanlage ab

Das LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN Bauernhöfe statt Agrarfabriken freut sich mit seinem Mitgliedsverband, der Bürgerinitiative Tuchtberg, und allen ihren Mitgliedern über die Entscheidung des Landkreises Holzminden, den Bauantrag für eine Hühnermastanlage mit Ställen für insgesamt 80.000 Tiere in Dielmissen (LK Holzminden) abzulehnen.

Eine gut organisierte Bürgerinitiative mit vielen engagierten Mitgliedern, dazu noch gut vernetzt, hat zusammen mit über 900 Mitbürgern die Einwendungen – die den Landkreis Holzminden als Genehmigungsbehörde über mehr als ein Jahr lahm gelegt haben – erhoben und über mehr als 3 Jahre (!!!) gegen den Stall Widerstand geleistet haben, dazu geführt, dass die Genehmigungsbehörde vom planenden Landwirt u.a. ein Keimgutachten einforderte.

Nach der jetzt vom Landkreis erfolgten Ablehnung hat der Landwirt nunmehr Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht gegen die Entscheidung aus Holzminden erhoben.

Es ist bemerkenswert, dass nunmehr der dritte Landkreis ein Keimgutachten einfordert. Andere Genehmigungsbehörden sollen  ihre Verfahrenspraxis überdenken und sich der Vorgehensweise der Landkreise Emsland, Peine und Holzminden im Interesse des Gesundheitsschutzes für die  Bevölkerung umgehend anschließen.

Die BI Tuchtberg hat zu der Entscheidung heute (11.12.2012) eine Pressemitteilung veröffentlicht.

Hier auch die Informationsvorlage des Landkreises Holzminden.

Einwendungen Maststall Wendesse/LK Peine

Wendesse ist ein Dorf und nördlichster Ortsteil der Stadt Peine im Landkreis Peine in Niedersachsen.

In diesem Dorf plant der Bauherr zu einem bereits bestehenden Maststall für 39.370 Hühner einen weiteren Stall mit  45.620 Tieren zu bauen. Zusammen würden dann 84.990 Mastplätze in einem engen räumlichen Zusammenhang entstehen. Das nächste Wohnhaus ist gerade mal ca. 220 m von den Mastställen entfernt.
Die Bürgerinitiative gegen industrielle Hähnchenmastanlagen Peine / Wendesse fordert von der Genehmigungsbehörde dieses Vorhaben abzulehnen.

Bitte beteiligt euch an den Einwendungen gegen dieses Bauvorhaben unter diesem LINK.